Geschäftsmodell findenGeschäftsmodelle gibt es eigentlich wie Sand am Meer. Du spinnst ein wenig herum, und mit ein wenig Fantasie kannst du dir schnell eine ganze Reihe verrückter Ideen einfallen lassen und als „Geschäftsmodell“ titulieren.

Fraglich ist nur: Welche dieser Modelle funktionieren? Oder, um es einmal systematisch anzugehen:

Gibt es Methoden, mit denen man Geschäftsmodelle finden kann, die eine realistische Chance auf Erfolg haben?

Vor kurzem besuchte ich das Ideacamp in Berlin. Ich erzählte dort etwas zum Thema Bootstrapping und diskutierte zusammen mit den anderen Teilnehmern verschiedene online-basierte Geschäftsmodelle. Alles in allem eine absolut inspirierende Veranstaltung.

Was alle Teilnehmer gemeinsam hatten, war der Wille etwas eigenes auf die Beine stellen zu wollen, ein online-basiertes Business zu starten. Und ebenso stand für alle die Frage, wo man überhaupt anfangen soll.

Genau das möchte ich zum Anlass nehmen, um in diesem Artikel eine mögliche Herangehensweise aufzuzeigen.

Die „Nischenseiten Challenge“

Wie aus dem Namen schon hervorgeht, bezieht sich die Methode auf eine bestimmte Art von Geschäftsmodell: Die Nischenseite. Wenn es aber erstmal um die reine Phase der Ideenfindung geht, kannst du dir aus dieser Methode doch einiges Nützliches herauspicken.

Die Herangehensweise ist übrigens nicht auf meinem eigenen Mist gewachsen. Die Methode, um die es geht, ist mir neulich in Peer Wandigers Blog SelbständigImNetz aufgefallen. Peer liefert sich nämlich zur Zeit mit dem Blog bonek von Sebastian Czypionka einen 13-wöchigen Fight um den Aufbau der besseren Nischenseite.

Die „Nischenseiten Challenge“ nennen die beiden ihren Wettkampf, dem sich mittlerweile auch diverse weitere Blogs angeschlossen haben.

Was hat nun diese „Challenge“ mit dem Finden von guten Geschäftsmodellen zu tun?

Zu einem großen Teil nicht viel, denn im Verlauf des Wettbewerbs geht es viel um SEO, Webseitenerstellung und Content-Strategien sowie andere recht spezielle Themen.

Was sich aber anzuschauen lohnt, wenn es um die reine Idee, das Geschäftsmodell geht, ist die Startphase der Challenge. Schließlich schlagen sich die beiden Nischenseiten-Kämpfer hier mit eben dieser Frage herum, und zwar ziemlich systematisch.

Womit fangen die beiden also an?

Peer stellt zunächst einmal drei Kriterien für eine mögliche Marktnische auf:

  1. Passender Traffic: Das Thema muss einerseits für eine ausreichend große Zielgruppe passen, zum anderen muss es speziell genug sein, um mit eindeutigen Keywords beworben und von der Zielgruppe gefunden werden zu können.
  2. Wenig Konkurrenz: Was nützt das tollste Thema, wenn es bereits von diversen Konkurrenten umworben wird, und ein eigener Einstieg nur sehr schwerlich möglich ist?
  3. Chancen zu Monetarisierung: Die Zielgruppe muss bereit sein, Geld für das Thema auszugeben. Es sollte zum Beispiel entsprechende Produkte mit Affiliate-Programmen geben.

Brainstorming

Bis hierhin war alles noch relativ theoretisch. Praktischer wird´s beim Brainstorming des richtiges Themas. Peer empfiehlt dazu erst einmal die Betrachtung der Möglichkeiten aus der eigenen Perspektive zu drei Lebensbereichen:

  • Leidenschaften
  • Probleme
  • Ängste

Was fällt Dir dazu jeweils ein? Gut geeignet ist hier eine Mindmap, die alle Punkte einfach ordnen und veranschaulichen kann. Aus diesen Themen lassen sich nun wiederum eine Handvoll einzelner Themen extrahieren, bei den man sich vorstellen könnte, diese als ernsthafte Geschäftsidee anzugehen.

Was macht Sebastian währenddessen?

Auch bei ihm geht´s los mit Brainstorming. Neben dem Leidenschaften-Probleme-Ängste-Ansatz bringt er dann aber noch eine weitere Methode ins Spiel: Ich nenne sie mal die …

Fragen-bei-Google-Methode

Sebastian gibt bei Google diverse Formen von Frageanfängen, wie zum Beispiel „Wie werde ich“, Wie bekomme ich“ oder „Wie finde ich“ ein. Im Ergebnis erhält er lauter reale Fragestellungen, besipielsweise:

  • Wie bekomme ich ein Sixpack?
  • Wie finde ich gutes Personal?
  • Was tun gegen Müdigkeit?

… und so weiter, und so weiter.

Keyword-Recherche

Aus all diesen Themen und Fragen wählt Sebastian nun 20 aus, die ihn weitgehend interessieren, und nimmt diese näher unter die Lupe. Bei Peer sind dies acht Themen, zu denen er anschließend wie Sebastian eine Keyword-Recherche mit Googles Keyword-Tool startet.

Hier wird es nun recht technisch, aber immer noch für jeden Nicht-SEO-Spezialisten nachvollziehbar und zu bewältigen. Wie es aber Einzelnen funktioniert, ist am besten direkt in Peer Blogpost und in Sebastians Blogpost zu nachlesen.

Fazit

Ob und inwieweit du nun die Nischenseiten-Strategie weitergehen willst, hängt jetzt sicher von der Art der Themen, der möglichen Produkte und nicht zuletzt der generellen Ziele im Zuge des Aufbaus Deines neuen Geschäftsmodells ab. Abzugewinnen an Peers und Sebastians Wettkampf ist aber auf jeden Fall der Einstieg, um überhaupt erst einmal relevante Themen zu finden und diese zu strukturieren.

Wer die „Nischenseiten Challenge“ mitverfolgen will, startet am besten im „Nischenseiten Challenge Hauptquartier“ bei SelbständigImNetz.

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