Wie Du Deine Ortsunabhängigkeit optimal nutzt & die besten Locations findest

Von
Katja Andes

Katja Andes

Dies ist ein Gastbeitrag von Katja Andes. Katja ist Gründerin von Sunny Office, einer Plattform für Gründer, Freelancer und Kreative, die zeitweise an schönen Orten außerhalb von Städten gemeinsam wohnen und arbeiten.

Viele Unternehmer und Freelancer arbeiten zu einem großen Anteil bereits rein digital und damit ortsunabhängig. Die einzig relevante Voraussetzung in diesem Fall ist ein Arbeitsplatz mit gutem WiFi. Warum noch in einem Büro sitzen – vor allem in der kalten Jahreszeit – anstatt auf der Terrasse bei 25 Grad im Halbschatten?

Nutzt Du Deine Möglichkeiten ortsunabhängig zu arbeiten schon optimal aus? In diesem Artikel erfährst Du die besten Tipps, wie Du das Meiste aus Deiner Ortsunabhängigkeit herausholst und die besten Unterkünfte findest.

Ich stelle zwei Dinge sowohl bei mir als auch bei anderen Unternehmern und Freelancern, die ortsunabhängig arbeiten, fest:

  • den Wunsch an Orten zu arbeiten, an denen andere Urlaub machen, und
  • die Suche nach Austausch in Co-Working Spaces

Als ich letzten November das erste Mal komplett ortsunabhängig wurde, dachte ich, es sei ganz einfach, mein Home Office vom kalten Berlin auf die Schnelle in das sonnige Andalusien zu verlagern. Vor allem wenn man außerhalb der Stadt, aber trotzdem gemeinsam mit anderen Co-Workern arbeiten möchte, stellt das momentan noch eine recht große organisatorische Herausforderung dar.

Ich fand Ende letzten Jahres – nach einer gefühlten Ewigkeit voller Recherche und Organisation – eine tolle Unterkunft an der schönen spanischen Atlantikküste und lernte tolle Locals kennen. Allerdings arbeitete ich dort alleine und nicht zusammen mit anderen Co-Workern.

Damit Du es einfacher hast, möchte ich Dir gerne drei Schritte an die Hand geben, damit Du schnell Deinen optimalen Arbeitsplatz findest und Deine Ortsunabhängigkeit noch einfacher umsetzen kannst:

1. Schritt: Wähle das richtige Land, beziehungsweise die richtige Region aus

Wenn Du auch gerne draußen arbeitest, empfehle ich Dir einen Ort mit einer Temperatur von rund 20-25 Grad tagsüber auszusuchen. Damit ist es nicht zu heiß und man kann entspannt im Halbschatten arbeiten.

Neben der Temperatur ist für mich persönlich immer ein wichtiges Kriterium, welche Sprache ich gerade lernen möchte. Deshalb fiel die Wahl letzten November auch auf Spanien. Im Winter eignet sich – neben Überseezielen – Südeuropa, wie zum Beispiel die Küste von Andalusien, sehr gut. Der schöne Nebeneffekt ist, dass in der Nebensaison die Preise sehr moderat sind.

2. Schritt: Definiere, wie Du gerne arbeiten möchtest

Wenn Du die Region ausgewählt hast, ist der nächste Schritt zu überlegen, ob Du gerade insbesondere den Austausch suchst oder Dich einmal ganz zurückziehen möchtest. Möchtest Du für Dich alleine ganz in Ruhe arbeiten, möchtest Du Dich jeden Tag mit Gleichgesinnten austauschen oder suchst Du eine Mischung?

3. Schritt: Finde Deine optimale Unterkunft und Deinen optimalen Arbeitsplatz

Alternative 1: Du möchtest Dich einmal ganz zurückziehen und die Ruhe Dir wichtiger ist als der Austausch

In diesem Fall kannst Du natürlich auch einsamere Orte, wie ein kleines Dorf am Meer wählen. Die Herausforderung ist dann die richtige Unterkunft mit sehr gutem WiFi zu finden. Neben Deinem „Home Office“ kannst Du Dich nicht unbedingt auf eine zuverlässige Infrastruktur von WiFi-Cafés wie in der Stadt verlassen. Dann kann es Dir wie mir passieren, dass die Strandbar mit WiFi am Nachmittag auch einmal Siesta hat.

Wenn Du Deine Unterkunft aussuchst, würde ich Dir empfehlen also in jedem Fall auf sehr gutes WiFi zu achten. Neben der Stärke (ein Wert von 1000 MBit/Sekunde ist gut) ist auch die Reichweite interessant, um zum Beispiel sicherzustellen, dass das WiFi auch auf der (Dach-)Terrasse funktioniert.

Deine Unterkunft kannst Du auf zum Beispiel auf folgenden Seiten finden: Portale für Privatunterkünfte wie Air B’n’B oder 9flats eignen sich gut, um WG-Zimmer oder komplette Ferienwohnungen und Ferienhäuser zu finden, wenn Du eine persönliche Unterkunft bevorzugst.

Portale für Ferienwohnungen und -häuser wie zum Beispiel fewo-direkt.de eigenen sich für weniger persönliche Unterkünfte. In den Suchoptionen kannst Du die Option „Internetanschluss“ auswählen, allerdings lohnt es sich immer, noch einmal direkt beim Vermieter nachzufragen, ob es wirklich funktioniert. Ich habe auch schon den Fall erlebt, dass das WiFi kurz zuvor abgeschaltet wurde.

Alternative 2: Du möchtest Dich gerne austauschen und gemeinsam mit anderen arbeiten

Der einfachste Weg ist es, wenn Du Dir in eine Stadt, die Dir gefällt, mit Co-Working Spaces aussuchst. Auf deskwanted.com findest Du eine sehr gute Liste von Alternativen. Ich hatte im letzten Jahr auf diesem Weg für einen Tag einen Co-Working Space in Málaga gefunden.

Wenn Du in einem CO-Working Space arbeiten möchtest, eignen sich als Unterkünfte auch Hostels, Hotels, WG-Zimmer oder Wohnungen (meine persönlichen Favoriten für die Suche nach Unterkünften sind hostelworld, Air B’n’B und Tripadvisor). Da Du bei dieser Arbeitsweise nicht immer darauf angewiesen sein wirst, im Hostel/Hotel, in der WG oder Wohnung zu arbeiten, bist Du bei der Auswahl flexibler und kannst weniger strenge Kriterien ansetzen, als bei Unterkünften abseits der Städte.

Alternative 3: Du möchtest die ruhige Umgebung außerhalb der Stadt und den Austausch mit Co-Workern verbinden

Diese Option ist die für mich persönlich spannendste – eine Kombination aus den Vorteilen von inspirierenden Orten außerhalb der Stadt und tollen Co-Workern. Bisher gibt es ein paar wenige Projekte, die meist in Form von mehrwöchigen Events beides zusammenbringen:

  • Project getaway bietet Unternehmern, Kreativen und Freelancern ein- bis zweimal pro Jahr einen „Arbeitsurlaub“ für vier Wochen auf Bali oder in Thailand an.
  • Das Projekt Startup Abroad wendet sich speziell an Entrepreneure und veranstaltet ähnlich wie project getaway ein großes Event pro Jahr an exotischen Plätzen wir zum Beispiel Bali.
  • Im Sommer kann man ab und an im Umland von Berlin oder auch mal in den Schweizer Bergen mit Workation Week ein paar Tage dem Alltag entfliehen.

Sunny Office – arbeiten, wo andere Urlaub machen – Co-Working & Co-Housing & Inspiration

Villa in Alicante als aktuelle Location des Sunny Office für Ortsunabhängigkeit

Villa in Alicante als aktuelle Location des Sunny Office

Im letzten November gab es für mich keine spontane Möglichkeit mit anderen Unternehmern und Freelancern gemeinsam in schöner Umgebung abseits von der Stadt zu wohnen und zu arbeiten. Zudem wollte ich nicht zu weit reisen, sondern gerne in Europa bleiben. Deshalb fasste ich den Entschluss genau das möglich zu machen und setzte Sunny Office um:

Sunny Offices sind wunderschöne Locations, in denen man bei angenehmen Temperaturen neue Inspiration abseits vom Alltag, Austausch und Kreativität mit spannenden Co-Workern und perfekte Arbeitsbedingungen findet. Ich bin ein Fan der Vermischung von Co-Housing und Co-Working und möchte, dass alle Ihre Ortsunabhängigkeit wirklich leben können. Deshalb habe ich mir erst in Andalusien und jetzt in der Umgebung von Alicante die besten „Sunny Offices“ ausgesucht und getestet.

Meine Vision ist es, dass es immer ganz einfach möglich ist, für sich alleine oder im Team eine tolle Sunny Office Location zu finden. Außerdem bringen wir zu festen Terminen für die Dauer von einer bis zwei Wochen kleine Gruppen von fünf bis zehn Leuten für einen intensiven Sunny Office Retreat an einer unserer Locations zusammen.

Gerade sind wir übrigens mit sieben Gründern und Freelancern in einer Villa in der Nähe von Alicante und arbeiten hier mit wunderschönem Blick aufs Meer noch bis Ende April. Die nächste Möglichkeit dabei zu sein gibt es schon wieder ab dem 14.05.

Ich freue mich über Dein Feedback in den Kommentaren: Was sind Deine liebsten Orte, um dem Alltag zu entfliehen und doch produktiv zu arbeiten? Hast Du schon einmal ein „Sunny Office“ Experiment alleine oder mit Co-Workern durchgeführt?

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