website erstellenDu willst eine Website erstellen, hast aber wenig Zeit dazu? Dann möchte ich Dir hier mal einen Plan an die Hand geben, mit dem Du binnen weniger Tage zu Deiner neuen WordPress-Website kommst.

Rom wurde nicht an einem Tag gebaut.

So abgedroschen diese Phrase auch klingen mag, so viel Wahrheit steckt in ihr, wenn man den Spruch auf Projekte jeglicher Art bezieht. Und so auch beim Projekt Website Erstellen.

Willst Du eine Geschäftsidee online umsetzen, so wird ein Tag normalerweise nicht ausreichen – zumindest nicht, wenn Du es einigermaßen durchdacht angehen willst. Jedoch ist es durchaus möglich, binnen weniger Tage eine Website auf die Beine zu stellen, mit der Du professionell im Markt starten kannst.

Da das Website Erstellen beim Bootstrapping mit Online-Projekten wirklich einer der elementaren Bestandteile ist, wird dieses Thema auch ausreichend Platz in einem meiner neuen Bootstrapping-Ebooks bekommen, die ich gerade anknüpfend an das „1.000-Euro-Startup“-Ebook schreibe. In diesem Artikel hier will ich schon mal ein paar essenzielle Dinge dazu zusammentragen.

Beim Bau Deiner Website stehen Dir zwar tausende Möglichkeiten offen, und an Inspirationsquellen für das Gestalten von Websites mangelt es im Internet nun wirklich nicht.

Aber was ist jetzt das Richtige für Dich, wo sollst Du beim Website Erstellen überhaupt anfangen?

Um das Chaos der vielen Dinge, die Du beim Durchdenken Deiner Website im Kopf hast, ein wenig zu ordnen, kannst Du das Erstellen Deiner Website ganz grob in vier Phasen einteilen. Diese vier Phasen durchläufst Du dann einfach in vier Tagen, so dass Du am Ende des Weges Deine Seite live schalten kannst.

So kannst Du Dir in vier Tagen Deine Website erstellen …

Website Erstellen, Tag 1: Plan und Struktur

Bevor Du loslegst mit der Gestaltung Deiner Website, stehen ein paar Vorüberlegungen auf dem Programm. Eine Website ist schließlich nicht nur ein technisches Konstrukt, sondern umfasst hinsichtlich Inhalt, Layout, Design und Struktur eine ganze Reihe von Aspekten, die idealerweise im Vorfeld durchdacht werden.

Deine Website soll am Ende nicht nur rein technisch funktionieren, sondern vor allem für Deine Business-Ziele arbeiten.

Welche Ziele verfolgst Du mit Deiner Website?

Diese Ziele können sehr unterschiedlich sein, aber generell wird deine Website zwei ganz grundlegende Ziele haben:

  • Deine Website muss Besucher anziehen, also Traffic erzeugen.
  • Deine Website muss die Besucher zu bestimmten Aktionen auf der Seite veranlassen (zum Beispiel Anmeldung für Deinen Newsletter, Online-Buchung, Anfragen, …).

Von Anfang an sollte klar sein, zu welchen Aktionen Du Deine Website-Besucher animieren willst. Denn so wird es beim späteren Gestalten wesentlich leichter gehen, weil sich die Gestaltung aus eben diesen gewünschten Aktionen ableitet. Vielleicht möchtest Du auch erstmal nur eine reine Landingpage erstellen, was die Sache nochmal übersichtlicher macht.

Die nächste zu klärende Frage bezieht sich auf Deine Besucher selbst:

Welche Zielgruppe willst Du mit Deiner Seite ansprechen?

Je nach dem, ob Du bestimmte Branchen-Fachleute, Senioren, junge Mütter oder sonst irgendeine Zielgruppe erreichen willst, wird die Sprache auf Deiner Seite, die Bilder, die Farben, die Schriften und auch die Struktur anders zu gestalten sein.

Welchen Nutzen bringt Deine Website?

Wenn Du es später schaffst, immer mehr Menschen aus Deiner Zielgruppe auf Deine Website zu lotsen, ist das sicher schon mal ein toller Erfolg. Nur habe dabei eines im Hinterkopf:

Ein neuer Website-Besucher wird in der Regel nicht mit großer Muße zu Dir kommen, um sich in aller Ruhe alle Bereiche Deiner Seite anzuschauen. Neue Besucher scannen Websites meist erstmal nur. Und dabei entscheidet sich in den ersten etwa fünf bis acht Sekunden, ob ein Besucher bleibt, oder ob er die Seite wieder wegklickt.

In diesen wenigen Sekunden musst Du zwei Dinge glasklar machen:

  • Worum geht es auf Deiner Seite?
  • Was oder welcher Vorteil ist für Deinen Website-Besucher drin?

Bringe dies in ein bis zwei Sätzen oder mit einer ganz kurzen Liste auf den Punkt. Denn dies werden die Worte sein, mit denen Deine Website-Besucher später auf Deiner Seite gehalten werden.

Wenn Du Dein Oberthema und den Nutzen deiner Website klargemacht hast, können jetzt die Inhalte strukturiert und auch priorisiert werden. Das ist extrem wichtig, denn Du darfst Deine Website-Besucher nicht mit zu vielen Navigationsoptionen überfordern.

Erstbesucher Deiner Seite scannen diese wie gesagt nur kurz, anstatt sie komplett zu lesen. In diesem Scan-Modus ist das menschliche Hirn maximal in der Lage, fünf bis sieben Navigationspunkte zu verarbeiten. Darüber wird es zu unübersichtlich.

Website Erstellen, Tag 2: WordPress und Theme aufsetzen

Genug der Vorüberlegungen zum Website Erstellen, jetzt kann es losgehen mit dem technischen Part.

Als technische Basis zum Erstellen Deiner Website empfehle ich natürlich weiterhin aus vielerlei Gründen WordPress. Wenn es noch einen Tick einfacher (aber eben auch ein wenig unflexibler) sein soll, wirst Du auch mit einem Baukastensystem wie Jimdo Deine Freude haben. Aber ich denke, der überschaubare Aufwand, sich in WordPress reinzufuchsen zahlt sich auf die Dauer wirklich aus.

Du bist mit WordPress imstande, in kurzer Zeit eine Business-taugliche Website zu bauen, auch wenn Du noch nie eine Zeile Code programmiert hast.

Hosting und WordPress einrichten

Damit Du Dich nicht lange mit der WordPress-Installation rumschlagen musst, suche Dir am besten einen Hoster, der eine sogenannte One-Click-Installation des Systems bietet. Stressfrei geht es beispielsweise bei den Hostern All-Inkl.com* und DomainFactory*, die ich ohne Wenn und Aber empfehlen kann.

Damit Du nach der WordPress-Installation Deine Seite in aller Ruhe gestalten kannst, ohne dass schon alles öffentlich ist, nutze am besten das Plugin “Password Protected”. Damit kannst Du Deine Seite für potenzielle Besucher mit einem Passwort schützen.

Theme auswählen

Je nachdem, welche Art von Inhalten Du auf Deiner neuen Seite darstellen willst, hast Du jetzt die Qual der Wahl des passenden Themes, also der Layout-Vorlagen für Deine Website.

Willst Du die Seite geschäftsmäßig einsetzen, empfiehlt sich auf jeden Fall ein sogenanntes Premium Theme, für das Du auf dem Marktplatz Themeforest* roundabout 50 Euro hinlegen musst.

Zur Frage, welche Art von Theme für Dein Projekt passen könnte, habe ich im UltraPress-Blog mal ein paar Inspirationen aufgeführt.

Website Erstellen, Tag 3: Layout und Design

Jetzt wird´s kreativ. Denn willst Du nicht die Einstellungen Deines Themes Eins-zu-Eins übernehmen, musst Du das Layout und Design nach eigenem Geschmack anpassen.

Die Einstellungen

Die meisten Themes haben dazu im Backend einen eigenen Bereich für entsprechende Einstellungen. So sieht beispielsweise der Einstellungsbereich des Enfold-Themes* auf meiner Seite UltraPress aus:

website erstellen mit Theme

Einstellungsbereich des Enfold-Themes* im Backend von UltraPress

Es gibt hier wirklich viele Einstellungsoptionen, wobei Du natürlich nicht alle nutzen musst.

Auch wenn es verlockend erscheint, spiele ohnehin am besten nicht zu viel mit Farben und Schriften herum. Zwei Grund-Farben und zwei Schriften reichen vollkommen aus. Mehr davon lassen das Ganze schnell unharmonisch aussehen.

Einzelne Seiten

Auch musst Du nicht zwangsläufig alle einzelnen Seiten von Null aufbauen. Gerade Mehrzweck-Themes wie Enfold* oder Bridge* bringen oft schon Demo-Vorlagen für verschiedene Seitentypen mit. Von der klassischen “Über uns”-Seite über Preistabellen bis hin zu kompletten Landingpages musst Du hier nur noch eigene Texte und Bilder einsetzen, und im Handumdrehen sind diese Seiten schon mal fertig.

Logo und Bildmaterial

Brauchst Du jetzt noch ein Logo, gehe am besten zu Anbietern wie DesignenLassen* oder 99Designs*, wo Du zum fairen Kurs vernünftige Ergebnisse erwarten kannst. Bei meinem Service UltraPress kannst Du Dir ebenso ein Logo zum Festpreis machen lassen, auch wenn Du keine Website dazu machen lässt.

Um Deine Seite schließlich mit weiterem Bildmaterial auszuschmücken, nimm soweit möglich eigene Fotos, denn die sind am authentischsten.

Daneben wirst Du bei Fotolia* zu allen erdenklichen Themen Bilder und Grafiken finden. Allerdings musst Du Dich hier oft erstmal durch einen Wust schlecht gemachter Business-Bilder kämpfen, bis Du etwas findest, das nicht nur thematisch passt, sondern auch zu Deinem Stil passt.

Ansonsten schau´ auch mal bei Flickr (Achtung: Auf Lizenzen achten) oder bei Unsplash. Letztere Bilderseite ist zwar völlig unstrukturiert, und explizite Business-Bilder gibt´s so gut wie keine, aber die Bilder dort sind wirklich super und eher künstlerisch.

Website Erstellen, Tag 4: Zusätzliche Features

Nachdem Du Deine Website hübsch gemacht und die ersten Texte und Bilder eingestellt hast, brauchst Du vielleicht noch die eine oder andere Zusatzfunktion. Das kann zum Beispiel ein stylischer Slider sein, ein Social Media Button oder auch ein ganzes Buchungstool.

Zuerst solltest Du dazu mal schauen, ob Dein Theme Deine gewünschte Funktion bietet. Viele Premium Themes bringen schon einen ganzen Rucksack an Features mit, die Du auf den einzelnen Seiten oder als Widgets in der Seitenleiste einsetzen kannst.

Ansonsten musst Du nach einem entsprechenden Plugin suchen, das die Funktionalität Deiner Website erweitert. Plugins sind Dateien zum Installieren, von denen es zig tausende gibt, weshalb Du wieder ein wenig recherchieren musst:

Kostenlose Plugins bekommst Du direkt auf der WordPress-Website. Und auf Marktplätzen wie Codecanyon* sind jeweils ein paar Dollar je Plugin auf den Tisch zu legen. Das ist in der Regel gut angelegtes Kleingeld.

Grundsätzlich würde ich jedoch beim Website Erstellen empfehlen, Deine Seite nicht mit Plugins zu überfrachten. Zu viele davon können sich gegenseitig stören und auch Deine Seite langsamer machen. Nimm also so wenig wie möglich, und so viel wie nötig.

Und: Du kannst diese Features auch noch jederzeit nachinstallieren.

Fazit

Wenn Du es packst, das Erstellen Deiner Website in vier Tagen durchzuziehen, ist das wirklich eine stramme Leistung. Möglich ist es mit dem Vier-Tages-Plan definitiv, aber unter Druck setzen lassen, solltest Du Dich beim Website Erstellen lieber nicht. Schließlich wird Deine Website mit großer Wahrscheinlichkeit der Dreh- und Angelpunkt Deines Business´, und daher kann Gut Ding hier auch gern Weile haben.

Aber selbst wenn sich der Prozess bei Dir über mehrere Wochen zieht, lohnt es sich in meinen Augen definitiv, die vier Schritte genau in dieser Reihenfolge zu gehen.

Und ich hoffe, Du hast noch ein wenig Zeit mit Deinem Website-Projekt, denn etwas detaillierter und tiefgehender werde ich diesen Prozess mit seinen unterschiedlichen Facetten demnächst in einem meiner Bootstrapping-Ebooks aufgreifen. Interessieren Dich dabei einzelne Aspekte ganz besonders, hau´ es gern hier in die Kommentare. So kann ich es nach Möglichkeit auch noch im Ebook aufnehmen.

9 Kommentare
  1. Sebastian
    Sebastian sagte:

    Guter Artikel, der eigentlich alles enthält, was ein Anfänger für den Start braucht. Hat man schon etwas Erfahrung mit WordPress und eine Vorstellung von der zu erstellenden Website, kann man die oben beschriebenen Punkte mMn auch in wenigen Stunden umsetzen. Wenn man das ein paar Mal gemacht hat, geht es in Fleisch und Blut über. 🙂

    Mir persönlich bereit eher der erste Punkt am meisten Probleme. Also zu ermitteln, wer denn überhaupt genau die Zielgruppe ist, was die Besucher wollen und von der Website möglicherweise erwarten. Wenn man das weiß, kann man mit der Erstellung von Content beginnen, was mMn der nächste, nicht triviale Punkt ist. Aber da ist jeder unterschiedlich, der eine schreibt gerne schnell und viel, und der andere eben nicht.

    Antworten
    • Thorsten
      Thorsten sagte:

      Danke! Und ja, der erste Part mit dem Definieren der Zielgruppe und des generellen Ansatzes kann und sollte, wenn nötig, auch ruhig mehr als einen Tag einnehmen. So etwas muss manchmal einfach reifen.

      Antworten
  2. Artur
    Artur sagte:

    Die Anleitung ist gerade für Anfänger geeignet. Am Anfang hat es sich bei mir auch hingezogen mit der Domainregistrierung und der Auswahl des Themes etc.

    Mit ein wenig Übung schafft mans auch an 2 Tagen.

    Antworten
  3. Yvonne
    Yvonne sagte:

    Hallo Thorsten,
    endlich mal ein Artikel in dem nicht steht, dass man eine Website in 60 Minuten erstellen kann… Zwar ist das bestimmt möglich, aber führt dann nur eingeschränkt zum Erfolg und bietet langfristig auch keine solide Basis für eine erfolgreiche Website.

    Antworten
  4. Webseiten-Erstellen*Robert
    Webseiten-Erstellen*Robert sagte:

    Hallo,
    gerade den Bereich Plan und Struktur finde ich gut. Umso besser und detaillierter dieser Teil geplant wurde um so besser rutscht es anschliessend. Ein Tipp noch, frage Freunde und Bekannte was Sie von deiner Idee halten und lass Sie eine Blick auf dein Konzept werfen. Oft ist man selbst blind.

    Antworten
  5. Mathias
    Mathias sagte:

    „Worum geht es auf Deiner Seite?“

    Ich glaube das ist die relevanteste Frage.
    Wichtig ist vor allem anzufangen. Jedoch ohne den Anspruch gleich alles perfekt machen zu müssen
    Eine Webseite ist eigentlich nie fertig. Es bleibt also später noch genug Zeit die Seite nach und nach zu verbessern.

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