Studenten als virtuelle Mitarbeiter – Ein Interview mit den Gründern von Mylittlejob

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Daniel Barke und Marlon Ritz-Rosenzweig

Daniel Barke und Marlon Ritz-Rosenzweig von Mylittlejob

Gerade mit dem Studium fertig, haben sich letzten Jahr Marlon Litz-Rosenzweig und Daniel Barke selbständig gemacht. Mylittlejob heißt ihre Online-Plattform, mit der sie in den Markt für internetbasierte Dienstleistungsvermittlung vorstoßen.

Bei Mylittlejob bieten Studenten als “Academic Workforce” Leistungen wie Recherchen, Textbearbeitung oder Formatierungen an, die von Unternehmenskunden und Freiberuflern flexibel gebucht werden.

Ich hab´ mich mit den beiden Gründern jetzt mal zusammengesetzt, um über ihr Geschäftsmodell zu sprechen, und wie sie ihre Plattform gegründet und aufgebaut haben.

Das Interview

In den letzten Jahren haben sich verschiedene Projektbörsen für Freelancer und andere Job-Plattformen im Internet etabliert. Wie setzt Ihr Euch von anderen Projektbörsen und Job-Plattformen ab? Was ist Euer USP?

Marlon:

Wir setzen ganz klar auf Studenten, die mit ihren flexiblen Arbeitsmöglichkeiten zu Tausenden bereit stehen. Und wir wollen das Konzept so simpel wie möglich machen.

Du hast als Kunde eine kleine Aufgabe, du beauftragst damit die Academic Workforce, und nur wenige Stunden später hast du ein Ergebnis. Du musst keine Bewerbungen lesen, Experten identifizieren, du musst niemanden direkt einstellen. Die Aufgaben werden von Studenten erledigt, die auch selbst mitdenken können.

Zudem können Kunden auch direkt bei uns anrufen, um sich in Sachen Briefings oder Auswahl der richtigen Leute beraten zu lassen. Wir wollen wie ein großer Bruder sein, den man um Hilfe bittet, wenn man bei einer Sache mal nicht weiterkommt.

Ist die Plattform auch für Freelancer offen?

Daniel:

Bei uns sind es wirklich nur deutschsprachige Studenten, die die Jobs erledigen, also keine Leute aus Indien oder anderen bekannten Outsourcing-Ländern, die letztlich für Centbeträge oder unter anderen fragwürdigen Bedingungen arbeiten.

Marlon:

In der Hinsicht verfolgen wir einen idealistischen Ansatz. Studenten arbeiten oftmals in der Gastronomie oder in schlecht bezahlten Aushilfsjobs, können aber eigentlich schon vielmehr. Das Potenzial wollen wir realisieren.

Studenten sind gebildet, flexibel und können in der Regel richtig gut arbeiten.

Mal generell zu Eurer Unternehmensgründung: Was hat Euch zum Schritt in die Selbstständigkeit bewogen?

Daniel:

Wir hatten Ende 2010 die Idee, und merkten einfach, das ist ein Modell, bei dem wir idealistisch dahinterstehen können, und für dessen Erfolg es sich lohnt zu kämpfen.

Sicher hätten wir auch nach unserem Studium in die Finanzbranche oder andere Branchen gehen können, nur reizte halt auch die Freiheit, die man als Gründer hat. Dabei ist es zum Beispiel genial, wenn plötzlich begeisterte Kunden anrufen und einem sagen, unser Service sei super. Sowas hat man als Angestellter in der Regel nicht.

Marlon:

Man identifiziert sich mit dem eigenen Unternehmen so stark, und nimmt dadurch manchmal gar nicht wahr, dass es eigentlich Arbeit ist, die man gerade macht.

Klar gibt es auch nervige Strecken, aber man sieht immer unmittelbar, was aus der eigenen Arbeit wird.

Man will dann auch irgendwann nicht mehr zurück ins Angestelltendasein, oder?

Marlon:

Genau. Gerade auch wenn man mit einem gewissen idealistischen Antrieb loslegt, merkt man, sowas wäre einem Konzern als Angestellter normalerweise nicht möglich.

Habt Ihr Programmierer und Designer selbst im Team?

Daniel:

Wir haben zwar einen Programmierer und einen Designer im Team, wir nutzen aber gerade im Grafikbereich auch unsere eigenen Services, sprich wir beauftragen unsere Studenten.

Wie habt Ihr den Start Eures Unternehmens finanziert?

Marlon:

Wir haben einen Investor, der an die Idee glaubt. Grundsätzlich wollen wir aber organisch wachsen.

Was waren beim Aufbau eures Startups bislang die größten Herausforderungen?

Marlon:

Es ist extrem schwierig gute Leute zu finden, die nicht nur des Geldes wegen arbeiten. Geld funktioniert bis zu einem bestimmten Maß als Motivator. Darüberhinaus sollten Mitarbeiter im Idealfall aber auch hinter der Idee stehen, was eine ganz andere Qualität von Motivation mit sich bringt.

Und wie geht es nun bei euch weiter? Was sind die nächsten kritischen Schritte?

Daniel:

Internationalisierung. Wir wollen zum Beispiel englischsprachige Services ermöglichen, die an sieben Tagen in der Woche zu jeder Tageszeit gebucht und auch erledigt werden können.

Zudem müssen wir eine Balance hinbekommen zwischen unseren beiden Zielgruppen. An Studenten haben wir wahnsinnigen Zulauf, Unternehmen sind momentan noch zögerlicher.

Marlon:

Daneben wird es auch einige technische Feinheiten gaben, die auf der Plattform dazukommen. Unsere Kunden sollen sich beispielsweise Teams zusammenstellen können, um mit ihnen dauerhaft zusammenzuarbeiten.

Marlon, Daniel, schönen Dank für das Gespräch und weiterhin viel Erfolg!

 

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2 Kommentare

  • on 28. August 2012 Antworten

    Gutes Konzept, gefällt mir. Wie mir scheint, kann man auch direkten Kontakt zum jeweiligen Studenten haben, was mir sehr wichtig ist. Sonst muss man jedes Mal wieder von vorne anfangen.

  • on 28. August 2012 Antworten

    Hi Robert,

    der Kontakt zum Studenten erfolgt erst nach erfolgreicher erster Zusammenarbeit.

    Mylittlejob steht für einen reinen Leistungsfokus. Nichts bis auf das Ergebnis des Jobs soll als Grundlage für die Bewertung dienen.

    Es gibt eine Vorlagenfunktion, die es erlaubt ein erfolgreiches Briefing schnell wieder aufzugreifen und erneut zu nutzen. Somit muss man keine Sorge haben, dass das Briefing langwierig sein könnte.

    Bei Fragen ruf doch gerne unter 040 45000330 an.

    Beste Grüße,

    Marlon

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