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Digitale Arbeitswelt

Meconomy

von Markus Albers

Markus Albers zeigt in Meconomy eine Arbeits- und Lebenswelt jenseits der Festanstellung auf. Mit diversen Fallbeispielen und Studien erklärt er die neuen Arbeitsbedingungen vom Ende des Büros über virtuelle Assistenten bis zur globalen Mobilität. Albers plädiert für selbstbestimmtes Arbeiten an Dingen, die einem selbst gefallen.
Als ich Meconomy las, war ich bereits einige Jahre selbstständig. Wäre ich es nicht gewesen, hätte mir das Buch sicher den letzten Kick dazu gegeben.

Wir nennen es Arbeit

von Holm Friebe und Sascha Lobo

„Wir nennen es Arbeit“ ist schon ´nen Tag älter. 2006 begründen die beiden Autoren darin den Begriff der „digitalen Bohème“: Der Stoßtrupp der Webworker jenseits der Festanstellung. Immer in Projekten, technologisch auf dem neuesten Stand und ganz nah am nächsten großen Ding.

Aber nicht nur um einen bestimmten Typus geht´s hier. Lobo und Friebe zeichnen dazu die entsprechenden Veränderungen in Märkten, Internet und Gesellschaft.

Entrepreneurship

Die 4-Stunden-Woche

von Tim Ferriss

Tim Ferriss - Die 4-Stunden-WocheKaum ein Businessbuch, dass solch eine Welle losgetreten hat. Seit Tim Ferris´ „4-Stunden-Woche“ schießen reihenweise Outsourcingservices und Startups aus dem Boden, die es versuchen, dem amerikanischen Entrepreneur gleich zu tun:

Mit den vorhanden Services und Tools ein schlankes Business aufbauen, das automatisiert wird und somit genug Zeit für neue Projekte auf anderen Feldern lässt.

Das, was Ferris in einfachen Worten schreibt, ist sicher deutlich schwieriger zu realisieren, als es sich liest. Nichtsdestotrotz ist die „4-Stunden-Woche“ eine lohnende Inspirationsquelle für jeden Gründer.

Kopf schlägt Kapital

von Günther Faltin

Wer Ferriss gelesen hat, wird Faltin ebenso mögen. Denn anders als der Amerikaner, wird der Entrepreneurship-Professor in seinem Buch oft deutlich konkreter, was das reale Handwerk des Gründens angeht.

Faltin empfiehlt ein „Gründen aus Komponenten“. Ähnlich wie bei Ferriss geht es also um Startups, die nicht jeden Unternehmensbereich selbst aufbauen, sondern sich auf die Organisation und Koordination verschiedenster Partner mittels Outsourcing und Online-Tools konzentrieren.

The Art of Unconformity

von Chris Guillebeau

Bestseller von Chris GuillebeauÄhnlich wie Tim Ferris hat es der US-Amerikaner Chris Guillebeau geschafft, ein komplett virtuelles Business aufzuziehen, und ist dabei sämtliche Länder der Welt zu bereisen.

In den USA hat es “AONC” bereits zum Business-Bestseller gebracht, und eine deutschsprachige Version gibt es auch schon. Allerdings halte ich die Übersetzungen darin für sehr gewöhnungsbedürftig und teils irreführend. Aber die englische Fassung ist selbst für einen Fremdsprachenlegastheniker wie mich wirklich flüssig und locker zu lesen.

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The Lean Startup

von Eric Ries

The Lean Startup von Eric RiesWieder ein Amerikaner: Mit nahezu wissenschaftlicher Präzision hat US-Autor Eric Ries mit dem Lean-Startup-Konzept ein Verfahren entwickelt, das sich sehr verkürzt auf folgende Schritte zusammenfassen lässt:

  • Entwickle ein Produkt mit minimalem Umfang, also eines, das möglichst schnell auf den Markt gebracht werden kann. Er nennt es das “minimal viable product” (MVP).
  • Teste es im Markt mit realen Usern oder Kunden. Beobachte haargenau die entscheidenden Parameter, wie Klickraten, Kauf-Conversions etc.
  • Passe das Produkt an, und teste eine verbesserte Version.

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The Ultralight Startup

von Jason Baptiste

Ultralight Startup BuchDas Ultralight Startup knüpft unmittelbar an den Gedanken des Lean Startup an, ist aber deutlich weniger wissenschaftlich angehaucht.

Entrepreneur Baptiste  zeigt in einzelnen praktikablen Schritten, was man als Gründer genau zu beachten hat, wie man konkret vorgehen sollte, um per Bootstrapping mit seinem Startup nach vorn zu kommen.

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Management

Rework

von Jason Fried und David Heinemeier Hansson

Hier wird Klartext geredet.

Die beiden Gründer des Webservice-Anbieters 37Signals Fried und Heinemeier Hansson fegen in ein- bis zweiseitigen Kapiteln durch diverse Managementbereiche, kippen oft unhinterfragte Gewohnheiten über Bord und stellen klar, was aus ihrer Sicht Tacho ist.

Ein paar Kostproben der Artikelüberschriften: „Planen heißt raten“, „Warum wachsen?“, „Fremdfinanzierung ist Plan Z“, „Meetings sind Gift“, „Drogendealer haben den Dreh raus“, „Lebensläufe sind lächerlich“, und so weiter.

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Verhandeln im Grenzbereich

von Matthias Schranner

Als Gründer findet man sich laufend in Verhandlungssituationen wieder – und dabei geht es nicht nur um schnöde Preise. Die wenigsten sind darauf vorbereitet, und so verlaufen Verhandlungen in der Anfangszeit eines Startups doch hin und wieder unbefriedigend. Um nicht zu sagen, man lässt sich über den Tisch ziehen.

Matthias Schranner, ehemaliger Verhandlungsführer der Polizei bei Geiselnahmen und Banküberfällen, gibt einem dazu einige wirklich praktikable Verhandlungstechnikenan die Hand:

  • Wie analysiert man Verhandlungspartner und deren Motiv?
  • Wie sind Gruppenprozesse zu deuten?
  • Wie behält man in hitzigen Situationen oder bei agressiven Gesprächspartnern einen kühlen Kopf?

Neben dem theoretischen Rüstzeug gibt Schranner immer wieder Praxisbeispiele, zum Beispiel zu Vertrags- oder Verkaufsverhandlungen.

Aus meiner Sicht eines der nützlichsten Bücher für jeden, der in irgendeiner Weise unternehmerisch tätig ist.

Erfolgreich durch Spezialisierung

von Kerstin Friedrich

Kerstin Friedrich zeigt, wie man ein passendes Spezialgebiet findet und sich damit im Markt positioniert. Die wichtigsten Vorteile der Spezialisierung: Man wird mit der Zeit besser, produktiver und effektiver. Bei jeder Arbeit verdient man doppelt: a) Geld und b) Erfahrung, die man genau auf seinem Feld wieder einsetzen kann.

Friedrich unterscheidet drei Arten von Spezialisierung:

  • Primärspezialisierung: Auf Produkte, Wissensgebiete, Techniken, …
  • Problemspezialisierung: Auf Bedürfnisse, Wünsche, … (oft mit breiter Produktpalette zu einem Oberthema)
  • Zielgruppenspezialisierung: Langfristige Bindung an bestimmtes Klientel (kann mit a) und b) einhergehen)

Drive

von Daniel Pink

Zuckerbrot und Peitsche mag das Verhalten von Menschen beeinflussen. Doch wie entwicklen sich Motivationen, die auch langfristig wirken sollen und ohne externe Strafen und Gratifikationen auskommen?

Pink propagiert dazu den „Third Drive“– eine Kombination aus drei Quellen:

  • Autonomie: Selbstbestimmt handeln
  • Können: In einer Sache immer besser werden
  • Sinn: Der Wunsch, seine Arbeit im Zusammenhang einer Sache zu sehen, die wesentlich größer ist, als das eigene Schaffen (z.B. Open-Source-Bewegung)

Diese Art der Motivation macht leistungsfähiger und zufriedener, und sie ist zudem immer erneuerbar.

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Marketing

Tipping Point

von Malcom Gladwell

Gladwell beschreibt, wie sich mit kleinen Eingriffen das Verhalten von Menschen oder die Strukturen und der Erfolg einer Firma massiv verändern lassen.

Wie haben es beispielsweise verschiedene Online-Communities geschafft, binnen kürzester Zeit Massen an Usern zu gewinnen, während andere auf halber Strecke liegen blieben? Mit dem „Gesetz der Wenigen“, dem „Verankerungsfaktor“ und der „Macht der Umstände“ zeigt Gladwell Voraussetzungen für das Überschreiten des „Tipping Points“ – der Punkt, an dem ein latenter Trend sich ausbreitet zu einem allgemeinen Verhalten oder Massenphänomen.

Dabei kommt es vor alllem auf das Vorhandensein von drei verschiedenen Charaktären:

  • Vermittler: Leute, die viele kennen, und die „die Welt zusammenbringen“, in dem sie oft in verschiedenen Welten zuhause sind.
  • Kenner: Leute, die die Probleme anderer lösen, indem sie ihre eigenen lösen. Sie kennen sich im Markt aus und sorgen für Vereinfachung.
  • Verkäufer: Leute, die leicht überzeugen können

Alles Was Sie Über Marken Wissen Müssen

von Nicholas Adjouri

Jeder Entrepreneur arbeitet von Anfang an daran, eine Marke aufzubauen. Dass dazu mehr gehört als ein schickes Logo zeigt Marken-Experte Adjouri in seinem Grundlagenwerk mit diversen Beispielen und Checklisten:

  • Welche Bausteine gehören zu einer starken Marke?
  • Welche Regeln emfehlen sich beim Markenaufbau?
  • Wie entsteht ein guter Name?
  • Welche Markenstrategien gibt es , und wie kann man sie umsetzen?
  • usw. …

Social Media Marketing

von Tamar Weinberg

Die Meinungen über die Tragweite von Social Media gehen nach wie vor teils weit auseinander. Dass Gründer gut beraten sind Twitter, Facebook, Blogs und ähnliche Kommunikationskanäle auf jeden Fall testen und nutzen sollten, ist hingegen unstrittig.

Tamar Weinberg erklärt in „Social Media Marketing„, wie die einzelnen Kanäle funktionieren, und für welche Zwecke sich welche der sozialen Medien eignen.

Website Boosting

von Mario Fischer

Mario Fischer bringt auf fast 800 Seiten Empfehlungen zu den entscheidenden Themen für den Erfolg von Websites jeglicher Art: Auf der einen Seite geht es darum, usser auf die Website zu holen, also Traffic zu erzeugen mittels Online-Marketing, SEO und SEM.

Auf der anderen Seite zeigt er ebenso, was beim Thema Usability zu beachten ist, damit User auch bleiben, wiederkommen und zu zahlenden Kunden werden.

Blog Boosting

von Michael Firnkes

fachbuch blog boostingGründen und Bloggen gehen heute oft Hand in Hand, denn per Blog lässt sich schon frühzeitig die richtige Zielgruppe ansprechen.

Was alles beim Aufbau und Schreiben von Blogs zu beachten ist, wie man Blogs vermarktet, wie man Stammleser aufbaut, wie man sie monetarisiert und vieles mehr findest Du in Blog Boosting.

Zum DigitalBetrieb-Interview mit Michael Firnkes…

Außer der Reihe

Wie ich Livingstone fand

von Henry Morton Stanley

Ein historischer Reisebericht? Was soll das denn jetzt noch?

Moment, nicht so ungeduldig, lieber Blogleser! Irgendwelche technischen Beschreibungen, wie man sein Marketing feinjustiert oder ähnliches, findet man hier zugegebenermaßen in der Tat nicht. Was die Expedition des Journalisten Henry M. Stanley aus dem Jahr 1872 aber bietet, ist die Erzählung vom Aufbau einer Unternehmung im wortwörtlichen Sinne.

Stanley wurde von seinem Verleger seinerzeit ins innere Afrika geschickt, um den verschollenen Forscher Livingstone aufzufinden. Mit einer fast zweihundertköpfingen Hilfskarawane machte er sich auf den Weg, was definitiv kein Zuckerschlecken war. Gewaltmärsche durch unbekannte Urwald- und Sumpfgebiete, Meutereien, Krankheit und andere Strapazen machten seiner Unternehmung zu schaffen.

Letztlich führten ihn jedoch eine gute Vorbereitung, die richtige Ausrüstung und die richtigen erfahrenen Mitstreiter zum Erfolg. Stanley hatte eine Mission und eine Strategie. Im übertragenden Sinn genau das, worum es bei jeder Unternehmung geht.

Das weisse Buch

von Rafael Horzon

Rafael Horzon ist wirklich ein geiler Macker. Seit 1996 gründete er diverse Unternehmen, ist aber in der einschlägigen Gründerszene eigentlich nicht wirklich bekannt. Woran liegt das?

Horzon ist ein Meister des skurrilen Größenwahns und auch ein Meister des Flops. In einer Mischung aus Roman und Autobiographie beschreibt er die Geschichte seiner leicht unkonventionellen Unternehmen. Da war beispielsweise die von ihm gegründete Wissenschaftsakademie in Berlin. „Studenten“ konnten dort echte Scheine bekommen, wobei die Vorlesungen mit Themen wie „Der Schabrackentapir“ eher Eventcharakter hatten. Auch seine Modefirma „Gelee Royal“ konnte den internationalen Durchbruch nie richtig schaffen.

In Horzons bahnbrechenden Projekten geht es einfach weniger um neue umsatzträchtige Märkte oder die neuesten Online-Trends, sondern eher um ästhetische Inszenierung. Keine Anleitung zum Nachmachen unbedingt, aber herrlich zu lesen!