„Kill the Alltag!“ – Martin Fleck von Firsty im Interview

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Martin FleckErlebe jeden Tag ein erstes Mal – unter dieses Motto haben die Macher von Firsty ihre neue Web-Plattform gestellt. Martin Fleck verrät uns als einer der Gründer, wie man mit Firsty den Alltagsmuff „killt“, und mit welchen Strategien das Gründerteam das Startup aufbaut.

Hallo Martin! Was bietet Ihr mit Firsty konkret an? Was kann man auf Eurer Plattform so machen?

Erlebe jeden Tag den (unvergesslichen) Kick des ersten Mals. Mit Firsty bieten wir Dinge an, die du zum ersten Mal machen kannst. Dies können große Abenteuer mit Anderen in deiner Freizeit (z.B. Obstdöner essen) oder kleine Herausforderungen für einen Selbst im Alltag (z.B. Eine nette Nachricht an einer Autoscheibe hinterlassen) sein.

Unsere Plattform ermöglicht es alltägliche Situationen anders zu sehen, neuen Chancen aufgeschlossener gegenüberzutreten und zu erkennen, dass die Welt voller Möglichkeiten steckt. Dies steigert die Motivation zur Umsetzung und Verwirklichung individueller Ziele und dient damit der Bereicherung des Lebens.

Dazu spannt Firsty eine Selbstverwirklichungskette von einer Idee oder Inspiration, über die Verabredung und Planung, zur Durchführung und der abschließenden Verbreitung über digitale Kanäle.

Was waren bislang die zwei kuriosesten Firstys?

Da gibt´s schon eine ganze Menge interessanter Ideen, was Leute zum ersten Mal gerne machen möchten! Meine Favoriten sind diese Firsties:

  • Hinten auf einem Müllwagen mitfahren und so die Stadt auf eine ganz andere Art und Weise kennenlernen.
  • Mit einem Laptop in einen Wald gehen und dort einen Horrorfilm ansehen.

Mit welchen Marketing-Ansätzen sprecht Ihr die Leute an?

Gerade der Geldmangel bei der Organistationsform „Bootstrapping“ zwingt und spornt uns zu kreativen Höchstleistungen an. Wir veranstalten regelmäßige Offline-Events, wir bezeichnen diese als Firsty Happenings. Bisher haben wir folgende Events mit Hilfe unserer Community auf die Beine gestellt:

  • Harlem Shake am Berliner Hauptbahnhof (Zum Youtube-Video…)
  • Große Grillparty im Schnee
  • Snowvolleyball-Turnier
  • XXL-Ice-Creaming (Alle Eissorten einer Eisdiele auf einmal ausprobieren)

Das nächste Happening „Hüpfburg Rangeln“ verbindet die Lieblingsaktivitäten „Hüpfburg springen“ und „Rangeln“ aus unserer Kinder- und Jugendlichenzeit zu einem unvergesslichen Abenteuer und findet am 15. Juni in Berlin statt.

firsty

Firsty-Website

Des Weiteren ist die Planung von größeren, kostengünstigen Marketingaktionen bereits erfolgt. Guerilla-Aktionen wie das Aufbringen der Firstyfrage „Was willst du zum ersten Mal machen?““mit Kreide an belebten Plätzen oder die „Weltreise durch Berlin“ stellen nur einige der vielfältigen Ideen dar.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt in der Umsetzung der „Weltreise“ durch das Gründerteam und die Dokumentation aller Erlebnisse in Videoform. Die Dokumentation folgt dem Grundsatz, dass man neue Eindrücke und Erfahrungen gewinnen, sowie neue Menschen treffen kann ohne eine wirkliche Weltreise unternehmen zu „müssen“. Das Alles bietet schon unsere Nachbarschaft in Berlin und Firsty ist das ideale Werkzeug dafür.

Stichwort Monetarisierung: Wer zahlt bei Firsty für was?

Firsty folgt dem Muster einer „multi-sided“ Plattform. Die Nutzergruppe (B2C) aus Digital Natives (hierunter speziell Studenten, Touristen und Zuzügler) ist für diverse Brands und Dienstleister (B2B) sowie auch für Medientreibende von hoher Attraktivität.

Einnahmeoptionen bestehen hinsichtlich Sponsoring (exklusive Partnerschaft mit einem Brand), Couponing (Einzel-/Gruppenangebote für Dienstleister/Einzelhandel), Affiliate-Partnerschaften sowie die Kreation individueller Events (Standardangebote von Brands aufgreifen und auf kreative Weise zu einem neuartigen Erlebnis formen).

Wie die Entwicklung anderer Social-Media Platformen allerdings zeigt, kann die zu frühe Ausrichtung auf den Aspekt der Gewinnerzielung zur Abschreckung von potentiellen Nutzern führen.

Was hat Dich persönlich zum Gang in die Selbständigkeit bewogen?

Wenn ich jetzt zurückblicke nach Ausbildung, Studium, Selbstständigkeit, Festanstellungen und Gründertätigkeiten, zeigt sich, dass das Verwirklichen von (eigenen) Ideen („Inspiration leads to motivation. Motivation leads to creation.“) immer der rote Pfaden in meinem Leben gewesen ist.

Wie habt Ihr es geschafft, Euer Startup ohne externe Kohle aufzubauen, und wie soll es in der Hinsicht weitergehen?

Firsty hatte ich für mich – als ein Werkzeug zur Selbstverwirklichung – entwickelt, um neue Dinge zu erleben und aus dem gewohnten Alltag auszubrechen. Die Idee kam mir zu einer Zeit als ich geistigen Freiraum hatte, um in alle Richtungen denken zu können.

Meine Begeisterung für die Sportart Parkour, bei der es darum geht neue Herausforderungen anzunehmen, brachten mich auf die Fragestellung „Was willst du zum ersten Mal machen?“ von Firsty. Schnell wurde mir dabei klar, dass diese für viele – vielleicht alle – Menschen von Bedeutung sein kann. Und genau das mündete letzten Endes in der Firsty Plattform.

Martin, vielen Dank für das Interview!

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1 Kommentar

  • on 24. Juni 2013 Antworten

    Sehr cooles Projekt. Hatte mal mit nem Freund ne Wette laufen, dass wir jede Woche etwas machen mussten, was wir noch nie gemacht hatten. Daran erinnert mich dies hier.

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