Arbeiten von zuhause

Arbeiten von zuhauseEinen guten Teil meiner Arbeitszeit habe ich seit kurzem ins Homeoffice verfrachtet. Für zwei Wochentage werde ich unserem MeinSpiel-Büro fernbleiben, um stattdessen in der glücklicherweise nur 300 Meter entfernten Wohnung zu arbeiten.

Nicht dass ich unser Büro nicht mehr mag, und auch Vollhonks wie im Stromberg-Konzern gehören bei uns zum Glück nicht zur Belegschaft. Zwei Tage die Woche arbeite ich ganz einfach zuhause, weil ich in dieser Zeit auch für meine Tochter da sein möchte. Nicht durchgehend während der Arbeit, aber halt in Pausenzeiten oder auch in gewissen “Notfällen”.

Nur wie soll das klappen, als Gründer beziehungsweise Online-Unternehmer im Homeoffice?

Was ist also im Homeoffice zu beachten?

Wie soll ich ein funktionierendes Homeoffice einrichten, wie den Kontakt zu den Mitarbeitern halten, und was ist sonst noch alles für Gründer im Homeoffice zu beachten?

Glücklicherweise muss ich hier das Rad nicht neu erfinden. Ortsunabhängiges Arbeiten wird für immer mehr Leute interessant, und so kann ich mich bedienen aus einer ganzen Reihe von Artikeln, die zeigen, was im Homeoffice wichtig ist.

Dabei gibt es natürlich die unterschiedlichsten Schwerpunkte. Für den klassischen Freelancer bedeutet Homeoffice was anderes als für den Konzernmanager, der von zuhause arbeiten darf, oder eben für den selbständigen Unternehmer

Meine Top 10 des Homeoffice

Was mir als Online-Unternehmer am wichtigsten erscheint, habe ich mir aus einer Handvoll an Listen-Artikeln einfach mal rausgepickt:

Festen Arbeitsplatz schaffen

Man kann den Rechner auch an den Küchentisch oder sonstwo mitnehmen. Nur richtig entspannt ist das oft nicht. Ein fest eingerichteter Arbeitsplatz in der Wohnung ist nicht nur komfortabler, sondern bringt einen auch eher in den Arbeitsmodus.

Zudem lauern in der sonstigen Wohnung überall vielfältige Ablenkungen, von denen man sich besser fernhält – außer man zieht eine permanent saubere Küche der eigenen Arbeitsproduktivität vor.

Arbeit und Freizeit trennen

Ein Highlight fast jeder Liste: Die klare Trennung von Arbeitszeit und Freizeit beziehungsweise Privatem.Denn in diesem Punkt wird das Homeoffice für viele zum Problem. Auch ich kann ein Lied davon singen aus meiner Anfangszeit in der Selbständigkeit.

Während der Arbeit locken einerseits allerlei Ablenkungen und Privatkrams. Und ist auf der anderen Seite einmal die Freizeit eingeläutet, bimmelt irgendwo ein Telefon, oder eine Email will mal eben beantwortet werden. Letztlich führt das Ganze zu Unzufriedenheit, und produktiv wird man dadurch erst recht nicht.

Zur Trennung von Arbeit und Privatem empfehlen die meisten Autoren auch, einfache Regeln aufzustellen, und die dann in der Familie zu besprechen, damit es da nicht zu Reibereien kommt.

Aufräumen

Ha, wie banal! Aber fast jede Liste bringt diesen Punkt, und auch aus eigener Erfahrung weiß ich, wie ungern ich im Chaos auf dem Schreibtisch rumwühle.

Produktives Arbeiten ist was anderes, und gerade das soll doch das Homeoffice ermöglichen. Also: Alles was man nicht permanent für die Arbeit braucht, weg damit. Naja, fast alles.

Kernarbeitszeit etablieren

Im Prinzip eine Ergänzung zum Punkt “Arbeit und Freizeit trennen”: Genauso wie im Büro vor Ort sollte man auch zuhause feste Arbeitszeiten einhalten.

Damit ist nicht nur für die Familie klar, was los ist, sondern auch die Kollegen im Büro haben Klarheit, wann man erreichber ist und wann nicht.

Kontakt zu den Kollegen halten

Ein Ohr am Flurfunk zu haben, bringt einen im Homeoffice mal zum Schmunzeln, mal bedeutet es auch handfeste Infos für die konkrete Arbeit.

Aber schon in den ersten Tagen meines Homeoffice-Einsatzes zeigte sich, wie wichtig es ist, auch digital oder telefonisch immer mal wieder präsent zu sein. Denn nur so ist man anscheinend auch “gefühlt” für jeden ansprechbar, und Homeoffice wird nicht mit Urlaub verwechselt.

Pausen machen

Stundenlang konzentriert und mit Vollgas bei der Sache? Das haut nicht hin. Irgendwann ist das Hirn im Dämmerzustand und schreit nach einer Pause. Und die soll es verdammt nochmal auch haben.

Mal paar Schritte laufen, was trinken. Und mein persönlicher Tipp: Sich kurz mal hinlegen und ruhen. 15, 20 Minuten, mehr nicht, und danach geht´s wieder richtig aufwärts. Gerade auch empfehlenswert nach dem berüchtigten Schnitzelkoma (was man ja eigentlich von vornherein vermeiden sollte, aber egal.)

3×3-Listen machen

Das soll laut Karrierebibel ein Trick aus der Getting Things Done-Schule sein. Kannte ich noch gar nicht. Aber ich werd´s mal testen, und so soll die Methode funktionieren:

Am Vorabend drei To-Do-Listen mit je drei Punkten anlegen:

  • Eine mit Dingen, die am nächsten Tag unbedingt erledigt werden müssen,
  • eine mit Projekten, die man gerne angehen würde, die aber nicht zeitkritisch sind, und
  • eine dritte Liste mit Aufgaben, die bereits bald in Angriff genommen werden sollen.

Ich bin gespannt.

Sich selbst weiterbilden

Das gilt wohl nicht nur für´s Homeoffice. Als Gründer oder Unternehmer wird man in der Regel von niemandem zu irgendwelchen Weiterbildungsseminaren wie beispielsweise im Konzern geschickt. Ist ja auch gar nicht nötig.

Nur Stehenbleiben, und mit dem Status quo zufrieden sein, kann irgendwann gefährlich werden. Was man in der Hinsicht als Gründer so alles machen kann, hab´ ich kürzlich im Artikel Warum BWL für Gründer nichts taugt (und welche Alternativen es gibt) aufgelistet.

Quellen für Unterbrechungen abschalten

Nach Unterbrechungen mitten in einer Aufgabe braucht man Studien zufolge bis zu 25 Minuten, um wieder im normalen Konzentrationsmodus zu arbeiten. Produktivität adé!

Hm, das wird für mich sicher eine der größten Herausforderungen, aber umso wichtiger, den Punkt, wo es möglich ist, so weit wie möglich umzusetzen.

Vernünftiges Equipment

Vielfach wird empfohlen, zuhause eine vergleichbare technische Ausstattung wie im Büro aufzubauen. Eigentlich ein Tipp, den man mitttlerweise sehr leicht einhalten kann, das es einem immer leichter gemacht wird.

Je mehr Unternehmensfunktionen ich per Online-Tools organisiere, umso unabhängiger kann ich arbeiten, und umso mehr kann das Homeoffice den gleichen Standard wie das Firmenbüro bieten.

Mehr davon?

Von zuhause zu arbeiten oder auch von irgendwo anders zu arbeiten, überhaupt die Möglichkeit dazu zu haben, ist eine Supersache! In meinen Augen ist es ein absolut erstrebenswertes Ziel, sein Business so zu organisieren, dass genau diese Unabhängigkeit möglich ist.

Wer sich im Homeoffice noch besser organisieren will, findet in diesen Listen noch diverse Tipps:

 

3 Kommentare
  1. Robert
    Robert sagte:

    Gute Punkte! Was mir hilft ist es ab und zu ins Café zum Arbeiten zu gehen. Aber nach jetzt bereits 2 Jahren Homeoffice möchte ich mich demnächst in einen Coworking Space einmieten. Ich denke der Wechsel macht’s – produktiver ist man zu Hause, die Motivation auffrischen kann man besser in guter Gesellschaft.

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  2. Corinna
    Corinna sagte:

    Man muss diszipliniert sein, um im Home Office zu arbeiten, keine Frage. Freie Zeiteinteilung klingt erstmal ganz schön aber wenn man zu viel Zeit vertrödelt oder zu lange schläft, hat man später Feierabend als wie wenn man einfach um 8 im Büro sein MUSS. Spaß mit den Kollegen zu haben fällt auch weg, was wiederum auch ein Vorteil sein kann, da man sich besser auf die Arbeit konzentriert. Ich jedenfalls kann zuhause besser arbeiten, da ich entspannter bin. Ich kann während der Arbeit Musik hören und meine Pausen sinnvoller gestalten.

    Antworten
  3. Samira
    Samira sagte:

    Am Home Office finde ich es schade, dass eben der Kontakt zu den Kollegen nicht vorhanden ist. Auf Dauer stelle ich mir das ziemlich einsam und langweilig vor. Viele meiner Freunde habe ich durch die Arbeit kennengelernt. Außerdem gibt es zuhause zu viele Ablenkungen wie zum Beispiel liegengebliebende Hausarbeit oder das private Telefon.

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