Wie Du eine Geschäftsidee findest, die Du liebst – mit dem Idea Generation Canvas

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Alex Wiethaus von ThePlant

Dies ist ein Gastbeitrag von Alex Wiethaus. Alex ist IdeaCamp-Coach und Mitgründer von ThePlant, einem Onlinekurs-Anbieter für Gründer. Derzeit bietet ThePlant unter anderem einen kostenlosen 7-teiligen Ideenfindungskurs an.

Die Gründung eines Unternehmens geschieht nicht über Nacht. Viele Gründer arbeiten jahrelang an ihrer Geschäftsidee und ihrem Startup bis die ersten Gewinne realisiert werden oder bis sie von den Einnahmen einigermaßen leben können.

In dieser Zeit beschäftigen sich Gründer immer wieder mit ihrer Geschäftsidee. Um diese lange Phase erfolgreich zu meistern, ist es wichtig an seine Idee zu glauben, dafür zu brennen, ja, sogar in sie verliebt zu sein.

Deine persönliche Geschäftsidee

Denke einmal darüber nach. Du beschäftigst Dich mehrere Stunden täglich mit Deiner Idee und dem darauf aufbauenden Geschäftsmodell. Möchtest Du wirklich etwas umsetzen, woran Du nicht wirklich glaubst? Ich glaube, dass Du schon die Antwort kennst.

Jetzt stellt sich natürlich die Frage, wie Du diese eine bestimmte Geschäftsidee findest, die Du wirklich liebst, die wie für Dich gemacht ist und mit der Du erfolgreich wirst. Also Deine persönliche Geschäftsidee!

Das Idea Generation Canvas zum Entwickeln von Geschäftsideen

Es gibt verschiedene Methoden, mit denen man Geschäftsideen generieren kann. Ich möchte Dir heute ein von mir und meinem Mitgründer Christian selbst erstelltes Tool näher bringen. Das Idea Generation Canvas eignet sich perfekt, um Deine persönliche Geschäftsidee zu finden.

Das Canvas geht davon aus, dass Deine bereits gesammelten Erfahrungen und Deine komplette Historie mit in den Ideenfindungsprozess einbezogen werden. Bei anderen Methoden spielt diese Historie nur beiläufig eine Rolle, da Du natürlich nur solche Ideen denken kannst, die Du auch selbst für möglich und sinnvoll hältst. Beispielsweise würdest Du keine Idee im Modebereich finden, wenn Du mit Mode bisher keine Berührungspunkte hättest, bzw. wenn Dich Mode gar nicht interessiert.

Das IGC geht einen Schritt weiter und stellt diese Annahme in den Mittelpunkt des Ideenfindungsprozesses und unterteilt Deine persönliche Situation in die 4 Bereiche Bildung/Wissen, Interessen, Branchen und Netzwerk.

Idea Generation Canvas zum Entwickeln von Geschäftsideen

Das Idea Generation Canvas

 

Deine Wissensbereiche

Im ersten Bereich listest Du alle Wissensbereiche auf, mit denen Du bisher Berührungspunkte hattest. Du musst in den einzelnen Bereichen kein Experte sein. Es reicht, wenn Du Dir ein für Dich nützliches Wissen erarbeiten konntest.

Unter dem Motto “Der Einäugige ist unter den Blinden König” geht es hier um das Wissen, was Dir einen Wettbewerbsvorteil bringen könnte. Beispielsweise könnte es sein, dass Du neben einem BWL-Studium, in dem Du wichtige Dinge übers Marketing gelernt hast, ebenfalls erste Erfahrungen mit der Programmierung von Apps sammeln konntest.

Es spielt definitiv keine Rolle, wo Du dieses Wissen erlangt hast oder wie lange Du benötigt hast, um Dir dieses Wissen anzueignen. Schreib einfach alles nieder, was Dir einfällt.

Bereits betrachtete Branchen

Der zweite Bereich beschäftigt sich mit Deinen bisherigen Arbeitsstationen bzw. mit den Branchen, die Du bisher kennenlernen durftest. Auch hier musst Du nicht 10 Jahre in einer Branche verbracht haben, um die jeweilige Branche zu kennen. Es reicht, wenn Du eine Branche bzw. Industrie soweit kennengelernt hast, dass Du die kritischen Prozesse verstehst und die einzelnen Geschäftsmodelle der einzelnen Player im Markt verstanden hast.

Eventuell hast Du schon bei einem Ferienjob neben der Uni erste Erfahrungen im Einzelhandel gewonnen und kennst die unterschiedlichen Kundengruppen. Vielleicht hast Du sogar schon einmal gedacht, dass es für eine bestimmte Kundengruppe ein besseres Produkt geben müsste. Schreibe bitte all diese Industrien bzw. Branchen hier auf.

Dein Netzwerk

Unter Netzwerk versteht das Canvas Deine spezielle Zusammensetzung von Kontakten aus verschiedenen Branchen, Bereichen, Wissensgebieten und Funktionalitäten. Hier müssen keine Namen stehen, sondern vor allem Möglichkeiten, wie Du Dein Netzwerk nutzen könntest.

Nehmen wir z.B. an, einer Deiner ehemaligen Vorgesetzten aus dem Einzelhandel hat sich mit einer Unternehmensberatung selbstständig gemacht. Dann könntest Du sein Wissen aus den Bereichen Einzelhandel und Consulting nutzen um bestimmte Fragestellungen für Dich zu erörtern. Dies gibt Dir neue Möglichkeiten bei der Ideenfindung.

Deine Interessen

Der letzte und wichtigste Bereich sind Deine Interessen. In diesem Bereich beschreibst Du möglichst ausführlich Deine Interessen. Wenn Du beispielsweise an Sprachen interessiert bist, liste bitte auf, welche Sprachen Dich genau interessieren oder welcher Aspekt von Sprachen für Dich besonders reizvoll ist. Je tiefer der Detailgrad, desto besser die späteren Ergebnisse.

Breche immer die einzelnen Interessen auf den möglichst kleinsten gemeinsamen Nenner runter. Dies kannst Du beispielsweise mit dem Laddering-Verfahren machen. Hierfür fragst Du Dich selbst immer weiter, welcher Aspekt einer Sache besonders reizvoll ist.

Beispielsweise könnte das so ablaufen:

  • Was interessiert mich? Kochen!
  • Was interessiert mich am Kochen genau? Die asiatische Küche.
  • Welche asiatische Küche ist für mich am interessantesten? Die Vietmanesische.
  • Welche Gerichte finde ich am besten? Vietnamesische Suppen.

So ähnlich könnte Deine Unterhaltung mit Dir selbst ausschauen.

Vom Canvas hin zur persönlichen Geschäftsidee

Nachdem Du Dir ein wenig Zeit genommen hast, um Dein IGC auszufüllen, widmest Du Dich jetzt aktiv der Ideenfindung.

Schau Dir die einzelnen Felder an. Verknüpfe einzelne Punkte miteinander und forme erste Ideen. Du kannst beispielsweise Deine Interessen mit Deinem Wissen verknüpfen oder mehrere Deiner Interessen zu einer Idee verknüpfen. Nimm Dir auch hierfür Zeit.

Du kannst aktiv über mögliche Verbindungen, Verknüpfungen und Ideen nachdenken, oder Du hängst Dir ein groß ausgedrucktes ausgefülltes Exemplar sichtbar an die Wand und denkst immer mal wieder über neue Ideen nach.

Das Idea Generation Canvas ist unter Creative Commons lizensiert und steht unter http://www.theplant.de/ressourcen.html kostenlos als Download zur Verfügung.

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7 Kommentare

  • on 20. Januar 2015 Antworten

    Cool, danke für den Artikel! Ich arbeite gerade an etwas ganz ähnlichem: Einen Ideen-Guide der durch gezielte Fragen helfen soll, neue Geschäftsideen zu entwickeln.

    Der Guide wird erst nächste Woche fertig, den Kernprozess habe ich aber schon in meinem aktuellen Blog beschrieben:
    http://www.startworks.de/geschaeftsidee-finden/

    Der Canvas passt da wunderbar als Ergänzung.
    LG, Matthias

    • Autor
      on 20. Januar 2015 Antworten

      Danke für die Ergänzung, das scheint gut zu passen!
      Schönen Gruß,
      Thorsten

    • on 20. Januar 2015 Antworten

      Hallo Matthias,

      danke für das Lob. Ich finde den verlinkten Artikel sehr cool. Er geht ja sogar schon weiter Richtung Geschäftsmodell. Super Sache.

      Gerne kannst Du das Canvas unter Nennung und Verlinkung von ThePlant benutzen.

      Viele Grüße
      Alex

  • on 20. Januar 2015 Antworten

    Guter Artikel. Danke für das Canvas.

  • on 3. September 2015 Antworten

    Danke für den guten Artikel.
    Ich dachte eigentlich schon meine Geschäftsidee gefunden zu haben, aber im Moment bin ich eifrig dabei, diese noch einmal zu überdenken, zu überarbeiten und zu verfeinern – Ich bin also mitten im Prozess und dein Artikel war da sehr hilfreichen für mich.

    Gruß Rebecca

    • Autor
      on 3. September 2015 Antworten

      Das freut mich sehr! Ich wünsch´ Dir viel Erfolg beim Finden der richtigen Idee, die zu Dir passt.

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