Email-Marketing: Warum Du Deinen Newsletter starten solltest, bevor Du ein Produkt hast

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Lerne, wie Du mit überschaubarem Budget Dein Online-Business aufbaust und Kunden gewinnst...

Email-Marketing

Jeder, der mal ein eigenes (Online-)Projekt auf die Schiene gesetzt und sich bis dato nur vage mit Email-Marketing beschäftigt hat, kennt wohl die Situation:

Du bist voll fokussiert auf Dein Produkt.

Du willst es perfekt machen.

Und Du willst die Sache erst öffentlich machen, wenn Du es auch wirklich als perfekt empfindest.

So nachvollziehbar diese Haltung auch ist, so fatal ist sie aus Marketing-Sicht – und damit auch fatal für den Erfolg Deines Produkts!

Warum ist das so? Und wie kannst Du der Sache mit einem Email-Newsletter Herr werden?

In diesem Beitrag will ich Dir zeigen, dass es sich lohnt, schon weit vor Fertigstellung Deines eigentlichen Produktes oder Services mit dem Email-Marketing und dem eigenen Newsletter zu starten.

Dazu erfährst Du, was Du Deinen Interessenten und Lesern bieten solltest, und mit welchen Tools Du das Ganze entspannt und kostengünstig angehen kannst.

Arbeite am Produkt, während sich Deine Newsletter-Liste füllt

Mal abgesehen von der Tatsache, dass Dich Perfektionismus an sich schon zu lang vom Start im Markt abhält (Die Justierung der letzten 20% dauern am längsten), verschenkst Du einfach zuviel an Kundenpotenzial. Denn wenn Du mit einem Schlag im Markt mit Deinem fertigen Produkt starten willst, ohne Dich vorher mal bemerkbar gemacht zu haben, werden die Verkaufschancen nicht allzu hoch sein:

  • Zunächst einmal hättest Du zum Start noch so gut wie kein Publikum, an das Du Dich mit Deinem Produkt wenden könntest. Du musst erst einmal Interessenten finden.
  • Zum anderen wirst Du bei den dann langsam eintrudelnden Interessenten auch erst Vertrauen aufbauen müssen, bevor Sie überhaupt erwägen, für Dein Produkt ihr Geld bei Dir zu lassen.

Und deshalb solltest Du genau das – Publikum und Vertrauen aufbauen – schon so früh wie möglich anfangen. Dann wird Dein eigentlicher Produkt-Launch einfach deutlich erfolgreicher sein. Und die Arbeit, die Du in Dein Produkt steckst, zahlt sich in barer Münze aus.

Sebastian Tonn, Gründer von Anyonecan.de hat genau diesen Weg gewählt. Ich kenne Sebastian aus einem UltraPress-Projekt, da wir für ihn die Website gestaltet haben. Er bietet mit seiner Website klassischen Finanzberatern die Stirn, indem er zeigt, wie man seine Geldanlage und Altersvorsorge selbst in die Hand nehmen kann. Dazu hat er als erstes Produkt ein sehr professionelles Online-Tutorial entwickelt.

Einen Teil der Website haben wir aber bereits vor Monaten entwickelt und live geschaltet. Dort konnte noch niemand sein Tutorial kaufen, wohl aber sich in seine Newsletter-Liste eintragen. Und genau das spielt ihm jetzt in die Karten.

Denn jetzt, wo sein Produkt fertig ist, hat er durch seine Newsletter-Liste ein Publikum aufgebaut, dem er es präsentieren kann. So kann er vom ersten Tag an Verkäufe erzielen, während sich seine Liste natürlich stetig weiter vergrößert.

Email-Marketing mit Freebies: Schenke Deinen Newsletter-Abonnenten etwas

Nun wäre es naiv zu glauben, man müsse nur ein kleines Formular zum Eintragen in den Newsletter bauen, und schon strömen massenweise neue Leute in die Newsletter-Liste.

So einfach ist es bei weitem nicht.

Damit sich Menschen für Deinen Newsletter anmelden, musst Du ihnen auch irgendetwas sinnvolles bieten – und zwar kostenlos. Dabei empfiehlt es sich auf eine bewährte Kombination zu setzen:

Blogbeiträge + kostenloses Give-Away.

Das Interesse potenzieller Newsletter-Abonennten weckst Du in der ersten Stufe mit Deinen Beiträgen im Blog. Darüber kommen die Leute auch überhaupt erst zu Dir. Nur wäre es schade, wenn Du die Leute unverrichteter Dinge davon ziehen ließest. Denn trotz Bookmarking-Tools und so weiter werden so die wenigsten Leser wiederkommen – schlicht weil sie es vergessen.

Du musst zu den wirklichen Interessenten also irgendwie eine Verbindung aufbauen, das heißt eine Möglichkeit schaffen, dass sie informiert werden, wenn es bei Dir etwas Neues gibt.

Und um dazu eine gewisse Motivation zu bieten, empfiehlt sich das Verknüpfen eines kostenlosen Produktes mit der Newsletter-Anmeldung. Im digitalen Business bieten sich dazu natürlich digitale Produkte.

So bietet Sebastian seinen Newletter-Abonnenten seit einigen Wochen ein kostenloses Starter-Tutorial. Damit hat er es binnen weniger Wochen auf mehrere hundert Abonnenten gebracht, und es werden Woche für Woche mehr.

Auch hier im AUTAAK-Blog hat sich mein Gratis-Ebook “Das 1.000-Euro-Startup” als echte Brücke in den Newsletter erwiesen, da es für Solopreneure und Gründer einen grundlegenden Einstieg in das Thema Gründung per Bootstrapping liefert.

Setze im Email-Marketing auf smarte Newsletter-Tools

Wenn Du jetzt mit Deinem eigenen Newletter loslegen willst, stellt sich selbstverständlich auch schnell die Frage der Technik.

Falls beim Wort “Technik” bei Dir jetzt die Alarmglocken schrillen, hab´ keine Sorge. Newsletter-Systeme sind keine Raketenwissenschaft.

Mit ein paar Stunden Einarbeitung wirst Du Dich in die meisten Tools reinfuchsen können. Und wenn Du Dir vorher oder parallel dazu lieber etwas mehr Wissen aneignen willst, empfehle ich den Email-Marketing-Kurs von ThePlant. Christian Dasbach und Alex Wiethaus zeigen Dir darin Schritt für Schritt mittels über 6 Stunden Videos, wie E-Mail Marketing funktioniert.

Was die konkreten Tools angeht, könnte ich jetzt eine lange Liste runterbeten, wie ich es hier schon mal gemacht habe. Es reicht jedoch, wenn Du Dich mit einer kleinen Handvoll Anbieter auseinandersetzt, um zu entscheiden, welches Tools das Richtige für Dich ist.

Cleverreach

newsletter toolNach dem Testen verschiedener Systeme bin ich beim Starten meines AUTAAK-Newsletters seinerzeit bei Cleverreach gelandet. Und glücklicherweise sehe ich bislang keinen Grund den Anbieter zu wechseln.

Cleverreach bietet diverse Profi-Tools zum Managen Deiner Newsletter und Deiner Listen. Du bekommst detaillierte Reports zu deinen Versendungen, so dass Du Deine Newsletter auf der Basis fortlaufend verbessern kannst.

Cleverreach lässt sich ideal auf WordPress-Seiten integrieren, und als deutschsprachiges Tool hat Cleverreach klare Vorteile im Handling.

Kostenmäßig ist Cleverreach eine entspannte Sache, da Du je nach Menge Deiner Empfänger bezahlst, wobei die ersten 250 Abonnenten sogar kostenlos sind. So kannst Du gerade zum Start mit null, beziehungsweise minimalen Kosten ein wirklich professionelles Tool einsetzen.

MailChimp + Chimpy Plugin

mailchimp chimpyEbenfalls selbst nutze ich MailChimp. Den US-Anbieter haben wir bei MeinSpiel schon seit Jahren im Einsatz, wo er für uns ein unverzichtbares Tool im Online-Marketing geworden ist.

Funktional bietet MailChmp als einer der weltweiten Top-Player noch einen Tick mehr als Cleverreach, ist aber originär in englisch gehalten. Nutzt Du einige andere weltweit etablierten Online-Tools, kann MailChimp für Dich umso interessanter sein, da es für etliche andere Tools Integrationen bietet.

Auch mit WordPress harmoniert MailChimp sehr gut. Für die Einbindung des Systems auf Deiner WordPress-Seite gibt es beispielsweise das Plugin Chimpy.

MailPoet

wordpress newsletter toolMailPoet ist ein Newsletter-Tool, das sich direkt als Plugin in WordPress-Seiten einbauen lässt. Es ist kostenlos und bietet dafür eine ordentliche Reihe von Funktionen.

Der technische Einstieg ist bei MailPoet wirklich leicht, und das Plugin liefert auch gleich ein kleines Tutorial mit, das die Sache nochmal etwas erleichtert.

Bei Projekten meiner virtuellen WordPress-Agentur UltraPress setzen wir das Plugin häufig ein, wenn es darum geht, Newsletter-Listen von Null an aufzubauen, und ein möglichst einfach zu bedienendes Tool zu haben.

MyMail

wordpress newsletter pluginÄhnlich wie MailPoet ist MyMail ein WordPress-Plugin. Es ist mit 40 Dollar zwar nicht kostenlos, aber als einmalige Zahlung durchaus verkraftbar für den Funktionsumfang, den Du damit erhältst. Denn dieser liegt noch etwas über dem der kostenlosen MailPoet-Version.

Die Statistiken sind hier deutlich umfangreicher und komfortabler, und vor allem die technische Seite des Email-Versands bietet bei MyMail noch professionellere Optionen.

Fazit

Starte Deinen Newsletter möglichst frühzeitig, auch wenn Du noch gar kein Produkt hast, und versorge Deine Interessenten und Leser mit qualitativ hochwertigen Inhalten. So legst Du die Basis für den Erfolg Deines eigentlichen Produktes, und kannst von Anfang an Verkäufe erzielen.

Und halte es technisch nicht komplizierter als nötig. Unter den genannten Tools wird mit Sicherheit eines sein, das für Dich passt. Ansonsten sind deutschsprachige Email-Marketing-Anbieter wie Newsletter2Go, Rapidmail oder flatrate-newsletter sicher auch gute Alternativen, bei denen Du teils gratis, und ansonsten zum günstigen Kurs starten kannst.

Wichtig ist aus meiner Sicht (wie so oft) nur, überhaupt jetzt loszulegen. Den Anbieter später noch zu wechseln, ist immer möglich.

Du baust ein unabhängiges Online-Business auf und willst mehr Kunden gewinnen?

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13 Kommentare

  • on 25. August 2015 Antworten

    Hallo Thorsten,
    das kann ich nur unterschreiben! Ich habe mit meinem Marketing-Blog auch alles erst einmal perfekt machen wollen. Ist wahrscheinlich eine Berufs-Krankheit als Designer, dass alles geil aussehen muss, bevor es raus kann. Ich wollte mit einem großen Knall und viel Applaus starten.
    Der große Knall war dann mehr eine Seifenblase, die geplatzt ist. Ich habe zwar über 200 Leute angeschrieben, aber bis ich die ersten 100 Abonnenten hatte, musste ich mich ein paar Monate gedulden. Heute würde ich es auch so machen:
    1. Hilfreiches Give-Away erstellen
    2. Landing-Page einrichten
    3. Auf Facebook und Co bewerben
    4. Die Abonnenten über den Newsletter mit in die Entwicklung einbeziehen.
    5. Mit einem echten Knall starten

    Schritt 1 und 2 sollte in einer Woche zu schaffen sein, das ist wirklich keine Hexerei. Und wenn dein Produkt soweit ist, hast du bereits die ersten Fans, die nur darauf gewartet haben!

    Viel Erfolg!
    Matthias

    • Autor
      on 25. August 2015 Antworten

      Hallo Matthias,
      Danke für deinen Erfahrungsbericht! Und tja, die Perfektionismus-Sache ist wohl nicht nur bei Designern so. Ich hatte das (als Kaufmann) auch lange so im Hinterkopf, und es begegnet mir in Gesprächen zum Thema Launchen von Projekten auch immer wieder bei anderen Gründern.

  • on 25. August 2015 Antworten

    Super Artikel mit wichtigen Infos die gerade von vielen Neulingen im eCommerce (noch) nicht beachtet werden. Neben dem eigenen Newsletter ist es dabei auch nicht schlecht vorab an den Social-Media Auftritt zu denken damit man keinen „Kaltstart“ hinlegen muss. Die vorgeschlagenen Programme sind sicherlich sehr gut und sorgfältig ausgewählt, aber wenn du deinen E-Mail-Newsletter gleich von deinem Shop aus losschicken willst, und Giveaways wie Gutscheine lieber automatisch integrierst, wir hätten da was für dich 😉

    http://www.versacommerce.de

    • Autor
      on 25. August 2015 Antworten

      Danke für Dein Feedback und die Ergänzung! Social Media ist in der Startphase sicher auch hilfreich, wenn es erstmal darum geht, mögliche Interessenten für das eigentliche Produkt zu sammeln.

      Und ja, ich kann mir gut vorstellen, dass Ihr dazu eine gute Gesamt-Lösung in Petto habt. Nur bevor der Shop steht, kann das Email-Marketing ja schon beginnen.

  • on 25. August 2015 Antworten

    „So bietet Sebastian seinen Newletter-Abonnenten seit einigen Wochen ein kostenloses Starter-Tutorial. Damit hat er es binnen weniger Wochen auf mehrere hundert Abonnenten gebracht, und es werden Woche für Woche mehr.“

    Da wäre für mich der eigentlich interessante Ansatzpunkt: Ja, wie kamen denn die mehreren Hundert Abonnenten überhaupt erstmal auf seine Seite? Es trägt sich ja auch bei Weitem nicht jeder in die Liste ein, der die Seite besucht, also muss er schon ordentlich Traffic-Dampf auf der Seite gehabt haben. Welche Marketing-Maßnahmen standen hinter so einem Erfolg?

  • on 25. August 2015 Antworten

    Hallo Thorsten,
    ich nutze GetResponse (nocht nicht sehr lange), aber es wurde mir empfohlen. Gibt es einen Grund, warum Du diesen Anbieter nicht aufführst?
    Mit anderen Worten: Habe ich bei meiner Recherche etwas übersehen? Ist GetResponse den hier vorgestellten Tools unterlegen?
    Was ist Deine Erfahrung?

    Gruß
    Finanzwesir

    • Autor
      on 25. August 2015 Antworten

      Hallo Finanzwesir,

      die kleine Liste an vorgestellten Tools ist nicht als generelle Best-Of-Liste zu gedacht, sondern es sind einfach nur die Tools, mit denen ich selbst gute Erfahrungen gemacht habe.

      Über GetResponse habe ich bislang nicht Schlechtes gehört, ich gehe davon aus, dass der Anbieter funktional in einer Liga mit MailChimp und CleverReach spielt.

  • on 26. August 2015 Antworten

    Hallo Thorsten,

    vielen Dank für diesen anregenden Input. Der hat mich gerade auch zum Nachdenken angeregt! Ich plane gerade selbst den Aufbau eines eigenen Blogs in Vorbereitung auf eine mögliche Selbstständigkeit und könnte mir ggf. selbst vorstellen, vorab Interessenten zu sammeln. Ich habe jedoch noch einige Fragen:
    – Der rechtliche Aspekt: Muss ich dennoch ein Impressum mit allem was dazugehört aufsetzen um abgesichert zu sein?
    – Biete ich ein entsprechendes Give-Away direkt für die Anmeldung an oder dann zum Blog-Start?

    Aktuell „schütze“ ich meine Baustelle noch mit einem Passwort, könnte mir aber vorstellen, einen ersten Anreiz durch solch eine Aktion zu setzen!

    Ich freue mich auf deine Antwort!
    Marcel

    • Autor
      on 27. August 2015 Antworten

      Hallo Marcel,

      meine Empfehlung wäre, so schnell wie möglich die Seite online zu schalten – auch wenn noch nicht alles perfekt ist.

      Ein Impressum solltest Du schon haben, aber das ist eigentlich kein großes Ding. Du kannst Dir hier ganz einfach eines per Generator erstellen: http://www.e-recht24.de/impressum-generator.html

      Und das Give-Away muss natürlich nicht gleich sofort zu haben sein. Nur je früher Du es anbietest, um so früher kann auch Dein Verteileraufbau richtig losgehen.

      Viel Erfolg!

  • on 1. Dezember 2015 Antworten

    Hallo Thorsten,

    danke für den tollen Artikel!

    Deine heutige Mail hat mich hergelegt und es ist echt toll wie dieses System funktioniert. Ich arbeite mit Mailchimp in Verbindung mit Mailmunch. Auch wenn ich (noch) kein Giveaway habe (huch ich weis gar nicht was ich da anbieten kann) hat sich seit der Integration von Mail Munch vor 4 Tagen fast verdoppelt!

    Hast du vielleicht noch ein Tipp zu einem Mail Cycle? Also wenn sich jemand neu anmeldet, eine automatische Abfolge von Mails ergibt? Konnte sowas bei Mailchimp nicht finden und ich bin gerade echt in Bootstrap Modus –> also am besten für wenig Geld…

    Freue mich schon auf weitere Beiträge :-D,

    Alles gute,
    Michael

    • Autor
      on 1. Dezember 2015 Antworten

      Hallo Michael,
      Danke für´s gute Feedback!
      Der von Dir angesprochene MailCycle läuft bei MailChimp wie auch z.B. bei Cleverreach als sog. „Autoresponder“.
      Schönen Gruß,
      Thorsten

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