Geschäftsmodell Erlöse

Nachdem ich im vorigen Post die Gründer-Persönlichkeit ins Zentrum der Geschäftsmodell-Entwicklung gerückt habe, will ich heute noch einen Schritt weitergehen und an die Wurzeln jedes funktionierenden Geschäftsmodells vordringen. Bei diesen Wurzeln geht es um die Grundvoraussetzung für den Markterfolg Deines Geschäftsmodells schlechthin.

Bei einem Geschäftsmodell, das zu Dir als Persönlichkeit passen soll, liegt es auf der Hand, dass Deine Interessen, Deine Fähigkeiten, Dein Wissen und Dein Netzwerk zu zentralen Komponenten Deines Geschäftsmodells werden. Sie tragen nicht nur dazu bei, dass Du Dich mit Deinem Geschäftsmodell wohlfühlst, sondern sie sind gleichzeitig Dein nicht-monetäres Start-Invest.

Geschäftsmodell ErlöseDoch neben der Einbeziehung Deiner Persönlichkeit, soll Dein Geschäftsmodell natürlich auch realistische Erfolgschancen haben, es soll regelmäßige und steigende Erlöse für Dich abwerfen!

Um dies im Vorfeld Deines realen Markteintritts schon soweit es geht zu testen, werde ich in meinem Geschäftsmodell-Ebook einige praktikable Tools und Techniken dazu zeigen. Denn gerade zur Frage, wie man die Erfolgsaussichten und Monetarisierungsmöglichkeiten eines Geschäftsmodells antesten kann, habe ich auf diesen Post hin eine Menge Fragen bekommen. Danke dafür an dieser Stelle nochmal!

Bevor Du jedoch anfängst zu testen, solltest Du eine absolute Grundvoraussetzung zum Funktionieren Deines Geschäftsmodells klargezogen haben:

Die Wurzeln erfolgreicher Geschäftsmodelle

Dein Produkt oder Dein Service muss an den Wurzeln aller erfolgreichen Produkte ansetzen. Was sind diese Wurzeln? Diese Wurzeln sind immer Probleme oder Wünsche.

Sie sind Ausgangspunkte für jedes Produkt, das auch wirklich nachgefragt werden soll. Denn nur Produkte, die reale drängende Probleme lösen oder die sehnliche Wünsche Deiner Zielgruppe erfüllen, können Menschen dazu bringen, ihr Geld bei Dir auf den Tisch zu legen.

Nun gibt es bereits millionenfach erfolgreiche Produkte auf der Welt, die alle irgendwelche Probleme oder Wünsche aufgreifen. Wo kannst Du da noch ein sinnvolles Angebot platzieren?

Zum Brainstorming empfiehlt es sich, einfach mal alle Lebensbereiche Deiner Zielgruppe durchzugehen, also den gesamten Alltag. Ich bin mir sicher, dass sich in jeder Zielgruppe ungelöste Probleme und offene Wünsche finden lassen, die Dein Geschäftsmodell bedienen könnte. Lege dazu unbedingt eine Liste an, auf der Du bestimmte Probleme oder Wünsche immer mit einem entsprechenden Geschäftsmodell verknüpfen kannst.

Du, Dein Geschäftsmodell und Dein Wunschkunde

Wenn Du mit Deiner Persönlichkeit Zentrum Deines Geschäftsmodells bist, wie ich es hier propagiere, dann wirst Du Deiner Zielgruppe recht nahe stehen oder sogar Teil von ihr sein. Und damit sollte das Finden von Problemen und Wünschen deutlich leichter von der Hand gehen, als wenn Du irgendwelche abstrakten Zielgruppen versuchst zu analysieren, deren Lebenswelt Dir jedoch fremd ist.

Du kannst quasi Deinen eigenen Alltag vom Aufstehen bis zum Schlafengehen als Maßstab nehmen. Was läuft nicht optimal und kann verbessert werden? Welche Probleme plagen Dich? In welchen Bereichen würdest Du Dir Erleichterungen wünschen?

Wenn Du Dich nicht selbst als Zielkunden siehst, stelle Dir deinen Kunden genau vor. Von einfachen demografischen Merkmalen wie Geschlecht, Alter, Bildung und so weiter bis zu Fragen, wie Dein Wunschkunde lebt, wie er sich allgemein verhält, welche Hobbys er hat, was ihm im Leben wichtig ist. Kurzum: Was sind seine drängendsten und schmerzhaftesten Probleme? Und was wünscht er sich am sehnlichsten?

Auch Dein Job kann als Ansatzpunkt herhalten. Dabei muss es nicht unbedingt die persönliche Ebene sein. Du wirst in Deinem Unternehmen oder auch generell in Deiner Branche sicherlich einige Punkte finden, die Deinem oder anderen Unternehmen Probleme bereiten.

Hast Du ein paar Ansätze zusammen, geht es ans Priorisieren: Nimm Dir aus Deiner Liste nur die wirklich drängendsten Probleme und sehnlichsten Wünsche, auf die Du Dich im Weiteren konzentrierst.

Gehe dahin, wo es wehtut

Warum spreche ich immer wieder von den “drängensten” Problemen und “sehnlichsten” Wünschen? Ganz einfach: Nicht jeder Wunsch oder jedes Problem eignet sich als Anker für erfolgreiche Geschäftsmodelle.

Um wirklich Menschen dazu zu bringen, ihr verdientes Geld bei Dir zu lassen, musst Du dahingehen, wo es wehtut. Deshalb möchte ich nochmal klarmachen, worum es bei den Problemen und Wünschen geht:

Es ist nicht schwer, Produkte oder Services zu erdenken, die den Alltag hier und da ein wenig erleichtern. Eine Kaffeemaschine, die Dir direkt nach dem Aufstehen immer heißen Kaffee serviert, würde beispielsweise dazu gehören. Solche Produkte sind nett und können durchaus auch erfolgreich sein. Doch denke bereits jetzt schon an die Vermarktung: Kleine Alltagserleichterungen haben es in der Vermarktung später umso schwerer.

Die zugrundeliegenden Probleme müssen hingegen so spezifisch sein, das sie einen konkreten Bedarf mit sich bringen.

Beispiel-Problem:

Autofahrer haben das Problem, dass ihre Reifen nicht für jede Jahreszeit geeignet sind. Daraus ergibt sich ein konkreter Bedarf nach einem Reifenwechsel. Leute suchen hier direkt nach Lösungen und können so auf Dein Angebot treffen.

Bei Wünschen ist es noch ein wenig kniffliger. Denn Wünsche ziehen nicht zwingend einen Bedarf nach sich, den Du direkt adressieren kannst.

Beispiel-Wunsch:

Leute, die gern Szenegetränke trinken, sind dafür im abstrakten Sinne zwar empfänglich, aber gezielt auf der Suche danach sind sie in der Regel nicht, solange das Getränk noch nicht etabliert ist, wie beispielsweise “bionade”. Hier ist es deutlich schwieriger, den Leuten überhaupt Dein Angebot vorzustellen.

Denke schon jetzt an die Vermarktung

Problemorientierte Angebote lassen sich somit grundsätzlich leichter vermarkten, v.a. wenn die Probleme klar adressierbar sind. Dein Angebot kann direkt das Problem aufgreifen und die natürliche Nachfrage bedienen.

Dein (nicht einfacher) Job bei wunschorientierten Angeboten ist es hingenen, den Wunsch nach Deinem konkreten Produkt oder Deiner Leistung überhaupt erst zu erzeugen und zu Deinem Angebot zu kanalisieren. Insofern empfiehlt sich als erstes, sich auf Probleme zu stürzen.

Wunschorientierte Produkte sind damit nicht grundsätzlich weniger erfolgsversprechend. Produkte wie “Red Bull”, etliche Luxusmarken oder auch viele Arten von Events beweisen das Gegenteil. Nur wird die Sache damit einfach unsicherer. Wieviele Unternehmen versuchen beispielsweise Szenegetränke in den Markt zu drücken, weil sie dem Erfolg von “Red Bull”, “bionade”, “fritz kola” und Co. nacheifern wollen?

Solche Angebote brauchen im Marketing einen extrem langen Atem. Du musst immer wieder Überzeugungsarbeit leisten. Nur mit massivem und/oder wirklich langfristigem Marketing- und Vertriebseinsatz kommen hier einzelne Player zum Erfolg.

Fazit

Um die Voraussetzung für den Erfolg Deines Geschäftsmodells im Markt zu schaffen, konzentriere Dich auf reale Probleme und Wünsche, die für Deine Zielgruppe eine hohe Relevanz haben.

Nimm aus Deiner Liste von Problemen und Wünschen zunächst die wenigen wirklich drängenden Problemen. Tendierst Du dennoch mehr zum wunschorientierten Ansatz, dann stürze Dich auf die allersehnlichsten Wünsche Deiner Zielgruppe, um Deine Vermarktungschancen zu steigern.

Wie Du zu den Wünschen und Problemen eine ansehnliche Liste aus konkreten Geschäftsideen zusammenstellst, ist die nächste Aufgabe. Und auch dies werde ich natürlich im Geschäftsmodell-Ebook behandeln.

Es sind nur noch ein paar Tage, bis es komplett steht und ich es herausbringen werde. Ich halte Dich hier auf dem Laufenden.

Hast Du Fragen oder eigene Erfahrungen zu den Problemen und Wünschen als Wurzel eines Geschäftsmodells, dann poste gern in den Kommentaren.

Ansonsten freue ich mich über jedes Teilen dieses Beitrag, das Du einfach mit den drei Buttons hier unten machen kannst.

 

Bildquelle: kritchanut@fotolia

1 Antwort
  1. Sascha
    Sascha sagte:

    Schön auf den Punkt gebracht, wie man einen echten Mehrwert für die Zielgruppe liefert. Die Trennung zwischen Problemen und Wünschen war mir bisher so nicht bewusst und hilft mir bei der Suche meinem konkreten Produkt. Danke dafür!

    Antworten

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