SPONSORED POST – Bisher hat sich kaum ein Start-up in den deutschen Versicherungsmarkt gewagt. Das hat gute Gründe, der Staat reguliert Versicherer streng. Zudem erweisen sich Versicherungen als komplexes Produkt, das eines professionellen Risikomanagements bedarf. Die Gründer des digitalen Versicherers Coya machen dennoch diesen Schritt, bestens von deutschen und internationalen Geldgebern finanziert.

Das Geschäftskonzept: günstig online versichern

Die meisten Start-ups auf dem Versicherungsmarkt begnügen sich mit der Vermittlung. Sie bieten Vergleichsportale und erhalten von etablierten Versicherern Provisionen. Wenige Gründer haben es bis dato versucht, eigene Versicherungen zu vertreiben. Die Auflagen der Finanzaufsicht BaFin sind strikt, das betriebswirtschaftliche Risiko ist es ebenfalls. Die einzigen Versuche beschränken sich bisher auf Spezialversicherungen wie Laptop-Policen, die ein überschaubares Risiko bedeuten.

Die fünf Gründer von Coya attackieren nun die erfahrenen Konkurrenten in der Versicherungsbranche, sie werben für eine preiswerte und digital verwaltete Versicherung. Aktuell können Verbraucher eine Hausratversicherung und eine Fahrraddiebstahlversicherung abschließen. Die Gründer Andrew Shaw, Sebastián Villarroel, Peter Hagen, Andrew Shaw, Laura Kauther und Thomas Münkel zielen auf eine digital-affine Zielgruppe, die beim Versichern möglichst wenig Aufwand haben wollen und zudem preisbewusst sind. Die Policen lassen sich mit wenigen Klicks online abschließen.

Internationale Investoren setzen auf Coya

Ob digitale Versicherungen bei der anvisierten Zielgruppe ankommen, muss die Zukunft zeigen. Internationale Investoren zeigen sich derweil begeistert. In zwei Finanzierungsrunden investierten Geldgeber insgesamt rund 40 Millionen US-Dollar. Das ermöglicht Coya, über 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus über 20 verschiedenen Nationen zu beschäftigen und ein breites Marketing umzusetzen.

Zu den Investoren gehört auch der Risikokapitalfonds Valar Ventures, u. a. vom deutschstämmigen Peter Thiel gegründet. Dem in den USA lebenden deutschen Milliardär wird nachgesagt, bei der Unterstützung von Start-ups ein glückliches Händchen zu besitzen; so zählte er seinerzeit zum Beispiel zu den ersten Investoren des sozialen Netzwerks Facebook und war Mitgründer des Bezahldienstes PayPal. Darüber hinaus finanzieren unter anderem e.Ventures, die beiden Risikokapitalfonds La Famiglia und Yabeo sowie diverse Business-Angels Coyas Vorhaben.

Diese Finanzierung ist wichtig, Start-ups in der Versicherungsbranche brauchen einen gewissen Kapitalstock. Ohne ausreichendes Kapital würde gleich der erste große Schadensfall in die Insolvenz führen; auch eine Lizenz zum Versicherungsbetrieb gibt es erst, wenn ein Unternehmen über ausreichend finanzielle Mittel verfügt. Diese Hürde haben die Coya-Gründer genommen. Zugleich können sie zwei weitere Erfolge aufweisen: Sie kooperieren, wie fast alle Versicherer, mit einem Rückversicherer, mit dem das finanzielle Risiko geteilt wird.

Daneben erfüllt Coya die Vorschriften der BaFin, die Finanzaufsicht hat das Unternehmen vor einigen Monaten zugelassen. Anders als andere InsurTechs hat sich Coya direkt um eine Lizenz der BaFin bemüht und ist nicht den vermeintlich leichteren Weg mit einer Lizenz, zum Beispiel aus Liechtenstein, gegangen.

Ausblick: Welche Chancen hat Coya?

Die internationalen Investoren glauben, dass Coya beträchtliche Marktanteile erobern kann. Es fragt sich nur, ob das Verbraucher ebenfalls so sehen. Beobachter der Versicherungsbranche sind überzeugt, dass der Ansatz von Coya im Grunde richtig ist. Viele Kunden können auf die Beratung vor Ort verzichten, sie entscheiden sich für günstige Online-Angebote.

Allerdings, das werfen Experten ein, handelt es sich bei Versicherungen um ein hochgradig sensibles Produkt. Sie verweisen auf die Online-Bank N26, die momentan negative Schlagzeilen produziert. Digitale Innovationen müssen in der Finanz- und Versicherungsbranche mit konservativer Geschäftspolitik einhergehen. Das muss Coya die nächsten Monate beweisen.

1 Antwort
  1. Sven
    Sven sagte:

    Ein sehr interessanter Artikel. Ich meine gute Idee. Ich stamme aus der Versicherungsbranche und empfehle selbstverständlich Produkte und Apps die diesen Markt revolutionieren.

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