8 Marketing-Kanäle für Startups – plus Tutorials

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Auch wenn sich die meisten Bereiche eines Online-Startups ohne großartige Investitionen, also per Bootstrapping, aufbauen lassen, wird es bei der Frage des Marketings oft kniffelig.

Eine gute Website nützt überhaupt nichts ohne entsprechenden Traffic, ohne eine Zielgruppe, die sich dort aufhält und für Umsatz sorgt.

8-Marketing-Kanäle für Startups

Willst Du beim Marketing weiter dem Bootstrapping-Prinzip treu bleiben, und Deine Ausgaben zum Start im Rahmen halten, fallen in der Regel Aktionen wie TV-Spots oder teure Print-Anzeigen weg. Gut so! Denn so kannst Du Dich auf die Marketing-Kanäle konzentrieren, die in den meisten Fällen deutlich effizienter sind.

In diesem Artikel werde ich 8 Marketing-Kanäle kurz vorstellen, und jeweils zu einem weiterführenden kostenlosen Tutorial verweisen, mit dem Du Dich in die Materie einfuchsen kannst. Jeder der Marketing-Kanäle basiert auf zwei Prinzipien:

  • Du kannst die Marketing-Aktionen selbst machen, bist also nicht zwingend auf eine Agentur oder ähnliches angewiesen.
  • Du kannst in jedem der Marketing-Kanäle mit minimalem Budget, also für unter 100 Euro einsteigen.

Adwords

Mit Google AdWords kannst Du sehr gezielt und auch in großem Maße Leute auf Deine Website lotsen, die nach ganz bestimmten Themen, Produkten oder Dienstleistungen auf der Suche sind. Dafür sind die Werbeanzeigen bei Google logischerweise nicht kostenlos zu haben, wie einige andere der genannten Werbewege.

Aber da Du lediglich für die Besucher zahlst, die tatsächlich auf Deine Anzeige klicken und damit auf Deine Website kommen, ist das Ganze sehr kontrollierbar. Du kannst Deine Anzeigen in jeder Sekunde abschalten oder verändern. Adwords sind also absolut erfolgsorientiert.

Nun gibt es etliche auf AdWords spezialisierte Agenturen. Diese Agenturen können Dir die Arbeit mit Adwords natürlich abnehmen, allerdings lohnt sich das erst bei vier- bis fünfstelligen monatlichen Ausgaben, um die Kosten für die Agentur im vernünftigen Verhältnis zu den eigentlichen AdWords-Ausgaben zu halten. Bei vielen der AdWords-Agenturen bekommst Du kostenlos verschiedene Whitepaper, Kurse und anderes Info-Material.

Für einen guten Überblick zu dem Thema empfiehlt sich jedoch auch Google selbst als Quelle, denn der AdWords-Betreiber bietet eigene AdWords Online-Seminarreihe.

Social Media

Für Startups ist es mittlerweile eigentlich undenkbar, auf Social Media zu verzichten. Schließlich lassen sich viele Dinge aus dem Bereich vollkommen kostenlos oder für minimale Beträge bewerkstelligen. Wer ein Unternehmen startet, baut zumindest erstmal einen Blog oder zumindest eine Facebook-Seite. Damit hast Du schon mal eine Art Zentrale für alle möglichen Maßnahmen in Sachen Kommunikation.

Mit Social Media meine ich hier alle Marketing-Aktionen, die auf Kommunikation über Blogs, Twitter, Facebook und diverse andere Möglichkeiten des Social Web setzen. Dabei ist schnell ersichtlich, das Thema ist äußerst umfassend. Social Media ist inzwischen zu einem riesigen Feld ausgewuchert, und an jeder Ecke stehen sogenannte Social-Media-Experten, die alle erdenklichen Dienstleistungen aus dem Bereich offerieren.

Insofern hat Social Media in dieser Liste auch eine Sonderstellung, da es eigentlich Sammelbegriff für diverse Kommunikationskanäle ist. Und so gibt es auch zu jedem der einzelnen Social-Media-Kanäle eigene Tutorials etc.. Einen ganz groben Überblick für eine Social-Media-Strategie habe ich auf der Seite DREISECHSNULL der Telekom gefunden in Form einer Social-Media-Anleitung als Poster.

Facebook-Marketing

Beim Facebook-Marketing kannst Du nicht nur im Social-Media-Stil Bekanntheit aufbauen, sondern ähnlich wie bei Google AdWords Anzeigen schalten. Daher ein sehr reizvoller Weg!

Allerdings ist das Werben mit Anzeigen auf Facebook zur Zeit noch ziemlich umstritten. Viele haben es schon ausprobiert, nur funktionieren mögen die Facebook-Anzeigen nicht für jeden. Ein Grund liegt sicherlich in der generellen Nutzungsart der User, die mit Facebook in erster Linie kommunizieren und nicht unbedingt etwas kaufen, beziehungsweise abgelenkt werden wollen.

Nichtsdestotrotz gibt es genug Firmen, die es schaffen, ihre Anzeigen profitabel laufen zu lassen. Und reizvoll ist der Marketing-Kanal allemal, kannst Du doch Deine Kampagne auf ganz bestimmte Personengruppen ausrichten, deren Interessen und demographische Merkmale sich für jede Kampagne definieren lassen.

Einen guten Überblick zu diversen Fragen rund ums Facebook-Marketing bieten die Whitepapers und Downloads von Allfacebook.

Newsletter-Marketing

Newsletter-Marketing ist im Internet schon ein alter Hut, nichtsdestotrotz es immer noch sehr nützlich in Sachen User-Bindung oder Kunden-Revitalisierung, und: Im Idealfall kostet es fast nichts, denn viele Anbieter wie beispielsweise Cleverreach* (den wir selbst auch nutzen) bieten kostenlose Einsteigertarife an.

Ob es um Kunden geht oder andere Besucher der eigenen Website – es ist normalerweise immer sinnvoll, den Interessenten eine Möglichkeit zu bieten, eine Email-Adresse zu hinterlassen, um sich über Neuigkeiten informieren zu lassen. Wer hier mit der Zeit eine stattliche Liste an Interessenten aufbaut, kann mit Hilfe von Newsletter-Software sehr schnell eine Vielzahl an Nutzern mobilisieren.

Wie Du in der Praxis damit arbeiten kannst, zeigt das kostenlose Ebook Der E-Mail Marketing Crash Kurs vom Tooltester.

Klassische PR

Wer ein wirklich interessantes Produkt hat oder über sein Startup eine gute Story zu erzählen hat, sollte neben den Online-Kanälen unbedingt auf klassische PR-Arbeit setzen. Auch hier lässt sich vieles aus eigener Kraft stemmen, ohne große Budgets in Bewegung setzen zu müssen.

Du kannst selbst schreiben, Du kannst selbst mit den Journalisten und Medien in Kontakt treten. Nur mache es nicht auf die plumpe Tour, denn kein Journalist will das Gefühl haben, einfach nur billige Werbung für Dein Startup zu machen.

Wie es richtig geht, zeigen zum Beispiel diverse Ebooks und andere Downloads rund um die Themen Kommunikation und PR im Blog von PR-Expertin Kerstin Hoffmann.

Content-Marketing

Beim Content-Marketing geht es, wie der Name schon sagt, um Inhalte – und zwar um möglichst nutzwertige und nicht werbliche Inhalte. Mit solchen Inhalten kannst Du potenzielle Kunden zwar nicht direkt zum Kauf bringen, aber zumindest erstmal für Dein Angebot Interesse wecken.

Beispiel könnte ein Blogbeitrag sein, indem Du ein bestimmtes Thema durchleuchtest, so dass sich Interessenten bei Dir ganz praktisch informieren können. Indirekt zeigst Du damit, dass Du oder Dein Unternehmen sich mit dem Thema auskennt – ein erster Schritt zum Vertrauen des möglichen Kunden!

Bei der Gelegenheit kann sich der Interessent in Deinen Newsletter eintragen, Deine Seite bookmarken oder anderweitig den Kontakt stärken. Es geht also nicht um den schnellen Verkauf, sondern um das langfristige Aufbauen von Kundenbeziehungen. Dabei spielt auch das Prinzip Sales Funnel eine große Rolle, also eine trichterartige Betrachtung der Kundenbeziehung, die sich vom reinen Informieren zu einem Thema nach und nach auf den Kauf ganz am Ende zuspitzt.

Zugegeben, nicht jedes Produkt ist dafür wirklich geeignet. Manches ist einfach zu banal, um großartig darüber zu schreiben. Aber gerade bei komplexeren Themen oder innovativen Produkten ist Content Marketing in meinen Augen ein sehr geeigneter Weg.
Einen wirklich reichen Fundus an Anregungen und Know-How zum Content-Marketing gibt´s beim Copyblogger mit dem Content Marketing 101.

SEO

Es ist ja schön und gut, wenn Du Dich selbst an Deiner Webpräsenz erfreust, aber was ist jetzt mit den Besucherscharen, die doch zu Dir kommen sollen?

Du solltest idealerweise für Deine potenziellen Kunden auch in den Suchmaschinen auffindbar sein, wenn Du keine Anzeigen bei Google schaltest! Und hier kommt das sagenumwobene Thema SEO ins Spiel.

SEO bezeichnet alle Maßnahmen, die darauf Zielen, dass Du für bestimmte Suchwörter in den Suchmaschinen möglichst weit oben gelistet wirst. SEO ist teilweise eine Art Geheimwissenschaft, da kaum jemand so richtig weiß, nach welchen exakten Prinzipien die Suchmaschinen ihre Rankings errechnen. Diverse Agenturen und Experten haben daher bis zum Abwinken herumgetestet und damit die wahrscheinlich wichtigsten Prinzipien herausgearbeitet.

Anfangen musst Du erstmal auf Deiner Seite selbst (Onpage). Hier ist es noch relativ überschaubar, denn Google gibt selbst Hinweise, wie eine Seite strukturiert sein sollte, damit sie von Googles Crawlern gut ausgelesen werden kann.

Hast Du Deine eigene Seite SEO-optimiert, ist gerade mal ein kleiner Anfang getan. Denn komplizierter wird´s bei der Offpage-Optimierung, also den Maßnahmen auf anderen Websites. Hier gilt es alle möglichen Hebel in Bewegung setzen, die Google zeigen, dass Deine Seite für bestimmte Keywords relevant ist, und damit eben gut gelistet wird, beziehungsweise “rankt”, wie es im SEO-Fachjargon heißt. Dabei kannst Du leider auch einiges falsch machen, denn Google will sich natürlich nicht verarschen lassen durch Fakes und andere Spielereien.

Klar ist, SEO ist nichts, was von heute auf morgen funktioniert. Trotzdem ist es extrem vorteilhaft, gleich von Anfang an die SEO-Prinzipien zu beachten und an der Optimierung laufend zu arbeiten.

Einen wirklich umfassenden Überblick zu den einzelnen SEO-Techniken, mit denen Du Deine Website in den Ergebnislisten von Google & Co. möglichst weit oben postiert bekommt, bietet die Sitemap der Seite SEO-UNITED.

Affiliate-Marketing

Affiliate-Marketing basiert als Marketing-Kanal auf einer Zusammenarbeit zwischen zwei Partnern:

  • Der Verkäufer („Merchant“): Hat Produkte, die er verkaufen will.
  • Der Websitebetreiber („Publisher“ oder „Affiliate“): Hat eine Website mit einer Zielgruppe, für die die Produkte des Merchants interessant sind.

Wenn das mal nicht gut zusammenpasst!

Der Merchant stellt nun verschiedene Werbebanner oder andere Werbeelemente zur Verfügung, die der Publisher auf seiner Seite einbauen kann. Klicken nun User auf diese Werbeflächen, oder kaufen die User danach beim Merchant ein, bekommt der Publisher nach den Regeln des jeweiligen Partnerprogramms eine Provision. Die Provision kann sich auch nach anderen Kriterien wie Anzahl der Werbeeinblendungen etc. richten, auf jeden Fall ist das Ganze anders als bei herkömmlichen Anzeigenschaltungen erfolgsorientiert und nicht pauschal abzurechnen.

Mit dem Affiliate-Marketing kannst Du also von zwei Seiten Geld verdienen, sei es als Shop-Betreiber oder als Betreiber einer Website mit vielen Besuchern.

Die Agentur Projekter hat für beide Seiten ein prall gefüllten Leitfaden zum Affiliate-Marketing herausgegeben.

Loslegen und Testen, Testen, Testen

Kein Marketing-Kanal funktioniert für jeden gleich gut. Von daher ist es mit Pauschal-Urteilen zu einzelne Spielarten des Online-Marketings immer schwer.

Das Gute ist aber: Jeder Marketing-Kanal lässt sich austesten, ohne dass Du gleich groß ins finanzielle Risiko gehen musst. Das Testen wird auch mit der Zeit weitergehen, denn jeder der einzelnen Kanäle will immer wieder optimiert werden.

Zu den meisten der Themen gibt es natürlich auch diverse weitere Tutorials. Ich habe mich hier jeweils auf eines beschränkt, denn bevor Du Dir jeden Informationshappen, den Du kriegen kannst, reinziehst, kannst Du besser mit dem Testen der einzelnen Marketing-Kanäle beginnen.

Bildquelle: © rubysoho – Fotolia.com

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1 Kommentar

  • on 17. August 2015 Antworten

    Klasse Artikel für eine Übersicht der unterschiedlichen Kanäle. Gerade als Startup heisst es Test, Test, Test… Nur so kann man funktionierende Vertriebswege finden.

    Wir haben eine weiterführenden Artikel zum Theme E-Mail Marketing veröffentlicht und haben dabei einen Fokus auf Startups gesetzt und auch unsere eigenen Erfahrungen einfließen lassen. Über Feedback würden wir uns sehr freuen: https://sevdesk.de/blog/email-marketing/

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